Zum Thema “Islam and Politics – Illusion of an Islamic State” wurde am 27./28. Mai 2016 an der Universität Wien eine internationale Konferenz mit renommierten Fachleuten veranstaltet. Sie diskutierten über die Idee eines Islamischen Staates und die Entwicklung eines politischen Islams sowie die Bedeutung dessen für den gesellschaftlichen Diskurs. In Bezug darauf wurde aber auch das Verständnis des Islams in einem sozio-historischen Kontext beleuchtet. Diesbezüglich äußerte sich Dr. Prof. Esref Kenan Rasidagic zur Entwicklung des Islams in Bosnien und Herzegowina sowie die darauf einwirkenden kulturellen und politischen Umstände dieses Landes. Weiters fügte er hinzu, dass Bosnien und Herzegowina und so auch der Islam zu Europa gehöre und dieser auch historisch verwurzelt sei.
Diskutiert wurde auch über gesellschaftliche Erscheinungen wie Pluralität, Diversität und Ethnizität. Dazu erklärte Dr. Ahmed Shaheed, dass der Islam alle Religionen und Kulturen begrüße und die Verschiedenheit der Menschen Gottes Geschenk sei. Wir müssten nur damit umgehen können.
Ob das Projekt Citizenship Education & Islam auch in Dänemark existiert, beantwortete Dr. Mark Sedgwick damit, dass es eine derartige Initiative landesweit nicht gäbe und nur einzelne Institutionen an der Einführung eines Staatsbürgerschaft-Unterrichts arbeiten. Wünschenswert wäre es allemal.

CEAI führte mit einigen Konferenz-TeilnehmerInnen Interviews. Einige ihrer Aussagen sind in diesem Video zusammengefasst worden. Für die vollständigen Interviews der TeilnehmerInnen auf die jeweiligen Namen drücken und Sie werden automatisch zum Video verlinkt.

Interviewte TeilnehmerInnen:

Hodri Ariev (Pondok Pesantren Bahrul Ulum, East Java, Indonesia)
Esref Kenan Rasidagic (University of Sarajevo, Bosnia and Herzegovina)
Mark Sedgwick (Aarhus University, Denmark)
Leila Almazova (Kazan Federal University, Russia)
Tarek Fatah (Author, Writer, Toronto Sun, Canada)
Elmira Akhmatova (International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) Malaysia)
Bacem Dziri (Goethe University of Frankfurt, Germany)
Ahmed Shaheed (University of Essex, UK)

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