Bei der Veranstaltung des Österreichischen Integrationsfonds “Wie viel Europa braucht der Islam?” vergangenen Dienstag (28.02.) im kleinen Festsaal der Hauptuni Wien, präsentierte Univ.-Prof. Dr. Zekirja Sejdini (Universität Innsbruck) zu Beginn der Podiumsdiskussion die neue Onlineplattform “Islamportal“.

„Im Mittelpunkt steht das Konzept einer kontextuellen Prägung des Islam, die Zusammenleben, Kultur und Werte in Österreich und Europa im Fokus hat. Die Onlineplattform bietet dazu wissenschaftlich fundierte, objektive, kontextuelle und kritische Informationen zu den verschiedensten Themen rund um den Islam.“ (OTS)

Mit der CEAI-Seite und nun mit dem Islamportal bekommt der Islam europäischer Prägung langsam ein Gesicht. Ein Gesicht, das bei den täglichen Gebeten nach wie vor Richtung Mekka gewandt, beim Ausgeben des eigenen Geldes nach wie vor die Bedürftigen im Blick und die soziale Gerechtigkeit auf der Stirn stehen hat. Ein Gesicht, das nicht nur im Ramadan beim jährlichen Fasten gottesbewusst sein Selbst reflektieren lässt, sondern stets mit tugendhaftem Verhalten seine MitbürgerInnen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, positiv beeinflusst.

Beim Islam europäischer Prägung geht es nicht unbedingt um eine geographische Zuordnung, sondern um eine Geisteshaltung. Eine Geisteshaltung, die gerade hier in einem Europa voller Freiheiten entwickelt und in die restliche muslimische Welt transportiert werden kann. Und, so Gott will, eine Geisteshaltung von MuslimInnen schafft, die den Islam wieder in ein Licht rückt, das die zivilisatorische Größe zeigt und auf die Weiterentwicklung in den Bereichen Gesellschaft und Familie, Bildung, Wissenschaft, Philosophie, Kunst etc. scheint. Ein Islam europäischer Prägung betrifft also nicht die Glaubensgrundsätze, die rituellen Gottesdienste oder die moralgesetzlichen Vorschriften, sondern vielmehr die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für MuslimInnen in demokratisch verfassten, europäischen Staaten mit pluralistischen Gesellschaften, in denen Menschenrechte, allen voran die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Meinungsfreiheit, an höchster Stelle stehen. Friede, Freiheit und Gleichheit sind auch im Islam verankerte Leitgedanken.

Mit dem Islamportal der Universität Innsbruck wird zusätzlich neben dem CEAI-Projekt der breiten Öffentlichkeit eine Möglichkeit gegeben, sich unabhängig und objektiv über den Islam und seine Inhalte zu informieren.

 

 

 

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