Welcome • Hallo • Salām

… bei der Initiative des Instituts für Islamisch-theologische Studien der Universität Wien. CEAI bietet Unterrichtsmaterialien zu gesellschaftspolitischen Themen aus der Perspektive eines Islams europäischer Prägung. Daneben bietet CEAI die Möglichkeit, Beiträge und Videos zu Themen mit Islambezug im Blog zu veröffentlichen.

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Wenn aktuelle Themen Sie bewegen, mehr zu erfahren. Dann schreiben Sie uns!

 

Das Wiener Moschee-Projekt

In Wien soll eine neue Moschee entstehen, die im Einklang mit europäischen Werten steht und den MuslimInnen und Nicht-MuslimInnen offen steht. Eine Moschee, in der in deutscher Sprache gepredigt wird. Mit dem Wiener Moschee-Projekt wird einerseits das Ziel verfolgt, dass Moscheen nicht mehr als Fremdkörper sondern als als Teil Europas und als Ort der Begegnung wahrgenommen werden. Anderseits soll der oft verwendete Begriff “Islam europäischer Prägung” greifbar und erlebbar gemacht werden. Für mehr Informationen besuchen Sie die Homepage des Wiener Moschee-Projekts.

Interview mit Alfred “Ali” Wondratsch

Der FPÖ-Bezirksrat Alfred Wondratsch konvertierte im Juni 2012 zum Islam und lebt seitdem nach den Regeln des Islams. Dennoch sieht er zum Zeitpunkt keinen Widerspruch zum Bezirksratsmandat. Der Islam steht jedoch für ihn “an erster Stelle”.

CEAI: Sie sind 2012 zum Islam konvertiert. Was war der Auslöser?
Wondratsch: Vor dem Übertritt zum Islam spielte Religion keine große Rolle in meinem Leben. Dann überlebte ich nur knapp einen schwerwiegenden Arbeitsunfall im Jahr 1992, als ich im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit als Notfallsanitäter ein neugeborenes Baby entbunden hatte. Ich wusste, dass Gott noch etwas mit mir vor hatte. So bekam ich über die Religion mehr oder weniger durch Bekannte einen ersten Überblick, der mich später zum Selbststudium bewegte. Nach etwa einem Jahr durchforsteter Literatur kam der Wunsch den Islam anzunehmen. Im Islamischen Zentrum (IZ) wurden mir grundlegende Dinge beigebracht, wie man zB die rituelle Reinheit erlangt, die für das Gebet notwendig ist, oder wie man die Basmala spricht. Als ich schlussendlich im Juni 2012 bereit war das Glaubensbekenntnis (Shahada) auszusprechen, überkam mich ein befreiendes Gefühl.

CEAI: Was ist für Sie die Bedeutung des Islams?  read more…

Wie viel Gefühl braucht der Mensch?

Ganz gleich was man von Gefühlen halten mag – sie haben eine große Macht auf unser Denken und unser Handeln. Vor allem dann, wenn wir im pädagogischen Sinne das Gefühl als etwas nehmen, das uns tagtäglich begegnet und wir mit dem Wissen über Gefühle „arbeiten“ können. Am liebsten jedoch wäre es manchmal, man könnte alle Gefühle abstellen und nur mehr mit dem Verstand agieren, denn nur der Verstand hilft uns bestimmte Situationen aus einer Distanz heraus zu beurteilen. Es stellt sich die Frage, ob wir denn mit dieser Distanz genau das herbeiführen, was wir als Pädagoginnen eigentlich nicht haben wollen, nämlich: emotionale Distanz. Mit Distanz meine ich auch die Distanz, sich mit religiösen Inhalten nicht durchdringend und tief zu beschäftigen, sondern sich stattdessen nur oberflächlich damit zu beschäftigen, was jedoch nichts Grundlegendes im Menschen „bewirken“ kann. read more…

Integration durch Exklusion?

In Bezug auf die erst kürzlich entstandene Debatte zum Thema Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst hat Prof. Ednan Aslan ein Interview mit CEAI geführt und vertritt eine klare Position: Eine Debatte über den Status der Religion ist notwendig, aber “das Kopftuch ins Zentrum der eigentlichen Debatte zu rücken, ist keine gute Überlegung!” Diesbezüglich hat Nadire Mustafi, Mitglied der Albanischen Kultusgemeinde, eine Stellungnahme verfasst, in der sie ein klares Signal setzt: Integration durch Exklusion ist nicht möglich.

Über Integration zu sprechen und gleichzeitig Menschen aufgrund eines bestimmten Identifikationsmerkmales auszuschließen, scheint mehr als nur paradox zu sein. BM Kurz möchte dem Vorschlag des Vizerektors der Universität Wien, Heinz Faßmann nachgehen, ein Kopftuch-Verbot im öffentlichen Dienst im Integrationspaket zu inkludieren.

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Prof. Aslan: “Das Kopftuch ins Zentrum der eigentlichen Debatte zu rücken, ist keine gute Überlegung!”

“Eine Debatte über die Stellung der Religionen in Österreich ja, aber wir sollten die Debatte nicht am Kopftuch festmachen.”
Soll man das Kopftuch im öffentlichen Dienst verbieten? “Nein!”
Was sagen Sie MuslimInnen? “Nehmt die Debatte als Anlass, auch über unsere Bringschuld gegenüber einer gut funktionierenden pluralistischen Gesellschaft nachzudenken.”

CEAI interviewte Prof. Ednan Aslan über die wieder aufgeflammte Debatte über ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst:

Herr Aslan, ihr Kollege Herr Faßmann möchte das Kopftuch im öffentlichen Dienst verbieten? Haben Sie mit ihm darüber gesprochen? read more…

Rauchen erst ab 18 – Das Positionspapier der KIJA!

Zwar muss die wieder entbrannte Debatte über Jugendschutz und Rauchverbot einer politischen Lösung zugeführt werden, jedoch möchte auch CEAI in diesem Zusammenhang einen kleinen Beitrag leisten.

Tabak, Alkohol oder Glücksspiel. Alle diese Dinge sind Kindern und Jugendlichen verboten, damit sie zumindest nach dem Gesetz geschützt sind. Aktuell wird abermals darüber diskutiert, den Erwerb und den Konsum von Nikotin für alle unter 18-Jährigen zu verbieten. Neun verschiedene Landesgesetze gibt es dazu in Österreich, was die Gesetzeslage für viele betroffene Jugendliche, Eltern und anderen Aufsichtspersonen sehr undurchsichtig macht. Trotzdem rauchen und konsumieren bereits unter 16-Jährige.

„Nirgendwo sonst greifen 12- bis 18-Jährige häufiger zur Zigarette. 27 Prozent bezeichnen sich der Statistik Austria zufolge als „aktive Raucher“, rauchen also täglich mindestens eine Zigarette – Mädchen im Übrigen mit 29 Prozent noch häufiger als Buben (25 Prozent).“ (Die Presse vom 11.06.2016)

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Das Mädchen Wadjda aus Saudi Arabien zu Beginn des neuen Jahres 2017

In meinen Beiträgen in Citizenship Education beziehe ich mich zumeist auf meine Praxiserfahrungen aus dem Lebensraum Schule. Die Heranziehung dieses Lebensraums als sozialer Mikrokosmos ergibt sich daraus, dass dieser institutionalisierte Ort einerseits die heranwachsenden Individuen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet und diese Individuen künftig die Hauptakteure unseres Gesellschaftssystems sein werden.  Ein Umkehrschluss bringt mit sich, dass jede/r Erwachsene mehr oder weniger an die persönlichen Schulerfahrungen zurückblickt und seine aktuellen Perspektiven bzw. Meinungen mit diesen Erfahrungen teilweise in Verbindung setzt. Es ist ein Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule, in der Wertevermittlung zur Mündigkeit beizutragen und die heranwachsenden Individuen mit unterschiedlichen Kompetenzen auszustatten.

Nun zum konkreten Anlass dieses Beitrages, der meines Erachtens auf eine gelungene Wissens-, Kultur- und Wertevermittlung hinweist. Von einer Kollegin aus meiner Schule bekamen die SchülerInnen Im Unterrichtsfach “Deutsch” als Leselektüre den Jugendroman „Das Mädchen Wadjda [Wadschda]“ von Hayfa Al-Mansour. read more…

Radikal Menschsein – Eine Homage an den Clown von Aleppo Anas Al Basha

Kennen Sie Anas Al Basha? Ganz kurze Zeit nur ist dieser Name Anfang Dezember in den Medien präsent gewesen, um wenige Tage später wieder vollkommen in Vergessenheit zu geraten. Anas Al Basha, 24 Jahre alt, Sozialarbeiter mit Schwerpunkt Betreuung von schwer traumatisierten Kindern, wohnhaft Aleppo, Syrien. Bei der Bombardierung der Stadt am 29. November 2016 durch syrische oder russische Kampfflugzeuge ist er ums Leben gekommen, einer von Vielen, von Hunderten, und doch hat er kurze Zeit diesem ganzen unmenschlichen Drama ein Gesicht gegeben. Anas Al Basha war nämlich Clown, der Clown von Aleppo.

Mitten in der umkämpften Stadt ist er im Clownskostüm unterwegs gewesen, rote Nase, orange Perücke, bunte Bekleidung, hat Kinder zum Lachen gebracht und mit Zauberkunststücken unterhalten, hat die Stadt nicht verlassen, obwohl er die Möglichkeit dazu gehabt hätte. read more…

Buchtipp: Lexikon des Dialogs – Grundbegriffe aus Christentum und Islam

Das Lexikon des Dialogs – Grundbegriffe aus Christentum und Islam ist ein Dialogprojekt der Eugen-Biser-Stiftung und versteht sich als brückenbauendes Fundament, das eine theologische innerperspektivische Abhandlung der Grundsteine beider Religionen bietet. Das Gemeinsame setzt auch eine “gemeinsame” Sprache voraus. Ziel ist es, die zunehmende Sprachlosigkeit, die das Verständnis wichtiger theologischer Begriffe aus der jeweils anderen und der eigenen Religion erschwert, zu überwinden. Durch die Zusammenarbeit christlicher und islamischer Vertreter gilt dieses Lexikon als signifikante Grundlage für eine erste gemeinsame Theologieforschung. read more…

Islamkonforme Ernährung – die Grenzen beim Essen

Vegetarier und Veganer sind die klassischen Vertreter, wenn es darum geht, seine Ernährungsweise umzuformen und auf ein bewussteres Essverhalten zu achten.
Begibt man sich auf eine religiöse Ebene, stößt man ebenfalls auf spezifische Ernährungsrichtlinien, nach denen sich Gläubige richten. Die bekanntesten Ausdrücke sind für AnhängerInnen des jüdischen Glaubens “koscher”, für MuslimInnen “halal”. Nach letzteren Regeln lebe ich.
Es begann im Monat Ramadan vergangenen Jahres.
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MACH MIT!

Du willst aktiv am gesellschaftlichen Geschehen teilnehmen und Deine eigene Meinung zum Thema Islam und Gesellschaft äußern? Das CEAI-Projekt gibt Dir die Möglichkeit ganz einfach mitzumachen. Werde BloggerIn und poste regelmäßig über aktuelle Themen oder Fragen, die Dich beschäftigen. Sende ganz unkompliziert Deinen fertigen Text an unser Team. Dieser wird auf unserer Homepage und Facebook veröffentlicht. Schreiben ist nicht so Dein Ding? Kein Problem! Du kannst auch Videos teilen oder selbst drehen und an uns schicken. Sende uns Dein Video oder Deinen Text per e-mail: ceai.austria@gmail.com.
Auf unserer Projektseite bekommst Du die einzigartige Gelegenheit, gehört, gelesen oder gesehen zu werden.
Mach mit!

Wozu? read more…

Gehört der Islam zu Österreich?

Am 5.12.16 organisierte der Wiener Cartellverband (WCV) im Sitzungssaal des Alten Wiener Rathauses ein Symposium mit der Frage: Gehört der Islam zu Österreich?
Am Podium saßen LAbg. Dr. Gudrun Kugler, Mag. Ewald Stadler, Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan, NRAbg. Mag. Niko Alm und Carla Amina Baghajati.

Der Islam in Österreich mit ca. 600.000 MuslimInnen sei ein Faktum, sagte LAbg. Dr. Gudrun Kugler zu Beginn der Podiumsdiskussion. Die Frage, ob der Islam zu Österreich gehöre, wurde folglich von ihr als auch von den anderen Teilnehmern unterschiedlich beantwortet, read more…

Die „Erinnerung“ an Gott und das „Vergessen“ auf Gott

Erst vor kurzem hat mir eine liebe Freundin erzählt, dass sie „Kinderbriefe“ von ihren mittlerweile jungen erwachsenen Kindern durchgelesen hat. Ihre Kinder haben bereits einiges vergessen und finden vieles peinlich, was sie damals verfasst haben. Es kann schon vorkommen, dass man selbstgeschriebene Zeilen eines Tages voll peinlich und lächerlich findet, aber jetzt gerade in diesem Moment sind sie es nicht, weil sie jetzt gerade wichtig sind und, weil man sich jetzt gerade darüber Gedanken macht. Es besteht jedoch eine innere Distanz zu dem, was man einmal verfasst hat und zu dem, was man heute verfasst. Ibn Rushd, ein muslimischer Philosoph, meinte auch hierzu, dass der Mensch im „Hier“ und „Jetzt“ leben und sich darüber Gedanken machen sollte, was er seiner nachfolgenden Generation an Inhalten hinterlassen möchte, damit sie diese weiterentwickeln können.

Eine Schülerin fragte mich einmal, ob Gott uns verzeiht, wenn man eine gewisse Zeit keinen Kontakt zu Ihm haben möchte. read more…

Bp-Wahl 2016

Die Stimmung kurz vor der Bp-Wahl ist gespalten. Hier sind die letzten Einschätzungen der Wählerinnen vor der Wahl zu sehen:

 

Muslime in Weihnachtsstimmung

Mit dem ersten Advent zünden wir auch die erste Kerze an und wir singen alle „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“. Und jeden Tag darf ein anderes Kind jeweils eine Tür im Adventkalender öffnen. Morgen bin ich dran. Jedes Kind schenkt einem anderen Kind etwas. Das Spiel heißt „Engerl Bengerl“. Ja, genau das erlebte ich damals in der Schule. Ich machte bei all den Spielen, Liedern und Bräuchen mit. Ich war Muslim und trotzdem kümmerte es weder mich, noch die anderen. Mittlerweile bin ich nicht mehr in der Schule, aber ich habe bereits überlegt, ob ich mir einen Adventkalender zulegen sollte. Und siehe da, ich bin ein Muslim. read more…

Citizenship ist die Begegnung von Menschen mit den Strukturen und Gesetzen eines Staates. Wenn Religion und Migration dabei eine Rolle spielt, braucht es im besondern Maß auch Auseinandersetzung. Es ist eine spannende Begegnung. Im Idealfall Dialog.

AKTUELLSTES VIDEO “Ich bin Muslim – Was wollen Sie wissen?”

Was ist der Islam für dich? Hoffnung, Stütze, Familie. Hier sehen Sie eine Umfrage unter Jugendlichen, was Islam für sie bedeutet. Dadurch lernen wir, was Islam ist.

Demokratie versus Islam. Ein Widerspruch? Viele Fragen. Die Gesellschaft, ein Experte und ein Imam antworten.

Dabei stellt sich die Frage, was die Menschen in Österreich über das Wählen denken und, ob sie im Konkreten zur Wahl zum Bundespräsidenten gehen.

Die Wahl zum Bundespräsidenten steht nur österreichischen StaatsbürgerInnen zu, darunter finden sich viele muslimische ÖsterreicherInnen und österreichische MuslimInnen?

Islam und Schule. Auseinandersetzung. Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben? Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt.lut028

Frauen über Frauen. Wer ist die Frau im Islam? Woher kommen die Vorurteile über die vermeintlich unmündige Muslima? Welche Rechte hat sie? Fünf junge Frauen über die Frau im Islam.

Frauen in der Wissenschaft und in der Bildung: Muslima Theology!
https://www.youtube.com/watch?v=NCEft8mIS1M&index=38&

Junge Frauen der Generation “Snapchat” sprechen über Gott und die Welt, über das Internet, Frauen mit Burka und über noch viel mehr.

Social Experiment – Wie frei denkt Wien? [in zwei Teilen] Menschen assoziieren und antworten spontan auf einzelne Wörter.

 

Unterstützen Sie das Wiener Moschee-Projekt!

 

CEAI-Roundtable-Gespräche über “Frauen”, “Männer” und die “Opferrolle”.

Wer aus der Opferrolle ausbrechen will, soll aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. So wie beispielsweise Monika, die sich solidarisch am Hauptbahnhof um Flüchtlinge kümmerte.

Ein Flüchtling aus Irak spricht über seine Erfahrungen.

CEAI hat gefragt, wie tolerant der Islam ist und, ob andere Religionen im Islam akzeptiert werden.

Was denken Menschen über den Frieden?

Ein Architekt spricht über den Moscheebau. Muss es tatsächlich ein Minarett haben?

CEAI beschäftigt sich aber auch mit den religiösen Pflichten von MuslimInnen, wie etwa dem Fasten im Monat Ramadan.

 

Wie wir arbeiten: Bemerken, bedenken, entwickeln, fragen, lesen, reden, reisen, überprüfen, verbinden, zuhören.

Förderung

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