Welcome • Hallo • Salām

Herzlich Willkommen bei dieser Initiative des Instituts für Islamische Studien der Universität Wien. Wir entwickeln alternative Unterrichtsmaterialien zu gesellschaftlichen Themen aus der Perspektive des Islams in Europa und bieten eine Informationsplattform mit der Möglichkeit, selbst einen Beitrag oder ein Video auf der CEAI-Seite zu veröffentlichen.

Wenn Sie aktuelle Themen dazu bewegen, mehr über den Hintergrund zu erfahren. Über die Menschen und ihre Traditionen. Das Leben und “den” Islam. Dann schreiben Sie uns!

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Auf Ihre Frage oder Ihre Meinung sind wir neugierig.

Unsere Antworten finden Sie oben unter dem Menüpunkt “FAQ”.

C E A I    –    B L O G

Wie viel Gefühl braucht der Mensch?

Ganz gleich was man von Gefühlen halten mag – sie haben eine große Macht auf unser Denken und unser Handeln. Vor allem dann, wenn wir im pädagogischen Sinne das Gefühl als etwas nehmen, das uns tagtäglich begegnet und wir mit dem Wissen über Gefühle „arbeiten“ können. Am liebsten jedoch wäre es manchmal, man könnte alle Gefühle abstellen und nur mehr mit dem Verstand agieren, denn nur der Verstand hilft uns bestimmte Situationen aus einer Distanz heraus zu beurteilen. Es stellt sich die Frage, ob wir denn mit dieser Distanz genau das herbeiführen, was wir als Pädagoginnen eigentlich nicht haben wollen, nämlich: emotionale Distanz. Mit Distanz meine ich auch die Distanz, sich mit religiösen Inhalten nicht durchdringend und tief zu beschäftigen, sondern sich stattdessen nur oberflächlich damit zu beschäftigen, was jedoch nichts Grundlegendes im Menschen „bewirken“ kann. read more…

Integration durch Exklusion?

In Bezug auf die erst kürzlich entstandene Debatte zum Thema Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst hat Prof. Ednan Aslan ein Interview mit CEAI geführt und vertritt eine klare Position: Eine Debatte über den Status der Religion ist notwendig, aber “das Kopftuch ins Zentrum der eigentlichen Debatte zu rücken, ist keine gute Überlegung!” Diesbezüglich hat Nadire Mustafi, Mitglied der Albanischen Kultusgemeinde, eine Stellungnahme verfasst, in der sie ein klares Signal setzt: Integration durch Exklusion ist nicht möglich.

Über Integration zu sprechen und gleichzeitig Menschen aufgrund eines bestimmten Identifikationsmerkmales auszuschließen, scheint mehr als nur paradox zu sein. BM Kurz möchte dem Vorschlag des Vizerektors der Universität Wien, Heinz Faßmann nachgehen, ein Kopftuch-Verbot im öffentlichen Dienst im Integrationspaket zu inkludieren.

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Prof. Aslan: “Das Kopftuch ins Zentrum der eigentlichen Debatte zu rücken, ist keine gute Überlegung!”

“Eine Debatte über die Stellung der Religionen in Österreich ja, aber wir sollten die Debatte nicht am Kopftuch festmachen.”
Soll man das Kopftuch im öffentlichen Dienst verbieten? “Nein!”
Was sagen Sie MuslimInnen? “Nehmt die Debatte als Anlass, auch über unsere Bringschuld gegenüber einer gut funktionierenden pluralistischen Gesellschaft nachzudenken.”

CEAI interviewte Prof. Ednan Aslan über die wieder aufgeflammte Debatte über ein Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst:

Herr Aslan, ihr Kollege Herr Faßmann möchte das Kopftuch im öffentlichen Dienst verbieten? Haben Sie mit ihm darüber gesprochen? read more…

Rauchen erst ab 18 – Das Positionspapier der KIJA!

Zwar muss die wieder entbrannte Debatte über Jugendschutz und Rauchverbot einer politischen Lösung zugeführt werden, jedoch möchte auch CEAI in diesem Zusammenhang einen kleinen Beitrag leisten.

Tabak, Alkohol oder Glücksspiel. Alle diese Dinge sind Kindern und Jugendlichen verboten, damit sie zumindest nach dem Gesetz geschützt sind. Aktuell wird abermals darüber diskutiert, den Erwerb und den Konsum von Nikotin für alle unter 18-Jährigen zu verbieten. Neun verschiedene Landesgesetze gibt es dazu in Österreich, was die Gesetzeslage für viele betroffene Jugendliche, Eltern und anderen Aufsichtspersonen sehr undurchsichtig macht. Trotzdem rauchen und konsumieren bereits unter 16-Jährige.

„Nirgendwo sonst greifen 12- bis 18-Jährige häufiger zur Zigarette. 27 Prozent bezeichnen sich der Statistik Austria zufolge als „aktive Raucher“, rauchen also täglich mindestens eine Zigarette – Mädchen im Übrigen mit 29 Prozent noch häufiger als Buben (25 Prozent).“ (Die Presse vom 11.06.2016)

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Das Mädchen Wadjda aus Saudi Arabien zu Beginn des neuen Jahres 2017

In meinen Beiträgen in Citizenship Education beziehe ich mich zumeist auf meine Praxiserfahrungen aus dem Lebensraum Schule. Die Heranziehung dieses Lebensraums als sozialer Mikrokosmos ergibt sich daraus, dass dieser institutionalisierte Ort einerseits die heranwachsenden Individuen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet und diese Individuen künftig die Hauptakteure unseres Gesellschaftssystems sein werden.  Ein Umkehrschluss bringt mit sich, dass jede/r Erwachsene mehr oder weniger an die persönlichen Schulerfahrungen zurückblickt und seine aktuellen Perspektiven bzw. Meinungen mit diesen Erfahrungen teilweise in Verbindung setzt. Es ist ein Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule, in der Wertevermittlung zur Mündigkeit beizutragen und die heranwachsenden Individuen mit unterschiedlichen Kompetenzen auszustatten.

Nun zum konkreten Anlass dieses Beitrages, der meines Erachtens auf eine gelungene Wissens-, Kultur- und Wertevermittlung hinweist. Von einer Kollegin aus meiner Schule bekamen die SchülerInnen Im Unterrichtsfach “Deutsch” als Leselektüre den Jugendroman „Das Mädchen Wadjda [Wadschda]“ von Hayfa Al-Mansour. read more…

Radikal Menschsein – Eine Homage an den Clown von Aleppo Anas Al Basha

Kennen Sie Anas Al Basha? Ganz kurze Zeit nur ist dieser Name Anfang Dezember in den Medien präsent gewesen, um wenige Tage später wieder vollkommen in Vergessenheit zu geraten. Anas Al Basha, 24 Jahre alt, Sozialarbeiter mit Schwerpunkt Betreuung von schwer traumatisierten Kindern, wohnhaft Aleppo, Syrien. Bei der Bombardierung der Stadt am 29. November 2016 durch syrische oder russische Kampfflugzeuge ist er ums Leben gekommen, einer von Vielen, von Hunderten, und doch hat er kurze Zeit diesem ganzen unmenschlichen Drama ein Gesicht gegeben. Anas Al Basha war nämlich Clown, der Clown von Aleppo.

Mitten in der umkämpften Stadt ist er im Clownskostüm unterwegs gewesen, rote Nase, orange Perücke, bunte Bekleidung, hat Kinder zum Lachen gebracht und mit Zauberkunststücken unterhalten, hat die Stadt nicht verlassen, obwohl er die Möglichkeit dazu gehabt hätte. read more…

Buchtipp: Lexikon des Dialogs – Grundbegriffe aus Christentum und Islam

Das Lexikon des Dialogs – Grundbegriffe aus Christentum und Islam ist ein Dialogprojekt der Eugen-Biser-Stiftung und versteht sich als brückenbauendes Fundament, das eine theologische innerperspektivische Abhandlung der Grundsteine beider Religionen bietet. Das Gemeinsame setzt auch eine “gemeinsame” Sprache voraus. Ziel ist es, die zunehmende Sprachlosigkeit, die das Verständnis wichtiger theologischer Begriffe aus der jeweils anderen und der eigenen Religion erschwert, zu überwinden. Durch die Zusammenarbeit christlicher und islamischer Vertreter gilt dieses Lexikon als signifikante Grundlage für eine erste gemeinsame Theologieforschung. read more…

Islamkonforme Ernährung – die Grenzen beim Essen

Vegetarier und Veganer sind die klassischen Vertreter, wenn es darum geht, seine Ernährungsweise umzuformen und auf ein bewussteres Essverhalten zu achten.
Begibt man sich auf eine religiöse Ebene, stößt man ebenfalls auf spezifische Ernährungsrichtlinien, nach denen sich Gläubige richten. Die bekanntesten Ausdrücke sind für AnhängerInnen des jüdischen Glaubens “koscher”, für MuslimInnen “halal”. Nach letzteren Regeln lebe ich.
Es begann im Monat Ramadan vergangenen Jahres.
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MACH MIT!

Du willst aktiv am gesellschaftlichen Geschehen teilnehmen und Deine eigene Meinung zum Thema Islam und Gesellschaft äußern? Das CEAI-Projekt gibt Dir die Möglichkeit ganz einfach mitzumachen. Werde BloggerIn und poste regelmäßig über aktuelle Themen oder Fragen, die Dich beschäftigen. Sende ganz unkompliziert Deinen fertigen Text an unser Team. Dieser wird auf unserer Homepage und Facebook veröffentlicht. Schreiben ist nicht so Dein Ding? Kein Problem! Du kannst auch Videos teilen oder selbst drehen und an uns schicken. Sende uns Dein Video oder Deinen Text per e-mail: ceai.austria@gmail.com.
Auf unserer Projektseite bekommst Du die einzigartige Gelegenheit, gehört, gelesen oder gesehen zu werden.
Mach mit!

Wozu? read more…

Gehört der Islam zu Österreich?

Am 5.12.16 organisierte der Wiener Cartellverband (WCV) im Sitzungssaal des Alten Wiener Rathauses ein Symposium mit der Frage: Gehört der Islam zu Österreich?
Am Podium saßen LAbg. Dr. Gudrun Kugler, Mag. Ewald Stadler, Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan, NRAbg. Mag. Niko Alm und Carla Amina Baghajati.

Der Islam in Österreich mit ca. 600.000 MuslimInnen sei ein Faktum, sagte LAbg. Dr. Gudrun Kugler zu Beginn der Podiumsdiskussion. Die Frage, ob der Islam zu Österreich gehöre, wurde folglich von ihr als auch von den anderen Teilnehmern unterschiedlich beantwortet, read more…

Die „Erinnerung“ an Gott und das „Vergessen“ auf Gott

Erst vor kurzem hat mir eine liebe Freundin erzählt, dass sie „Kinderbriefe“ von ihren mittlerweile jungen erwachsenen Kindern durchgelesen hat. Ihre Kinder haben bereits einiges vergessen und finden vieles peinlich, was sie damals verfasst haben. Es kann schon vorkommen, dass man selbstgeschriebene Zeilen eines Tages voll peinlich und lächerlich findet, aber jetzt gerade in diesem Moment sind sie es nicht, weil sie jetzt gerade wichtig sind und, weil man sich jetzt gerade darüber Gedanken macht. Es besteht jedoch eine innere Distanz zu dem, was man einmal verfasst hat und zu dem, was man heute verfasst. Ibn Rushd, ein muslimischer Philosoph, meinte auch hierzu, dass der Mensch im „Hier“ und „Jetzt“ leben und sich darüber Gedanken machen sollte, was er seiner nachfolgenden Generation an Inhalten hinterlassen möchte, damit sie diese weiterentwickeln können.

Eine Schülerin fragte mich einmal, ob Gott uns verzeiht, wenn man eine gewisse Zeit keinen Kontakt zu Ihm haben möchte. read more…

Bp-Wahl 2016

Die Stimmung kurz vor der Bp-Wahl ist gespalten. Hier sind die letzten Einschätzungen der Wählerinnen vor der Wahl zu sehen:

 

Muslime in Weihnachtsstimmung

Mit dem ersten Advent zünden wir auch die erste Kerze an und wir singen alle „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“. Und jeden Tag darf ein anderes Kind jeweils eine Tür im Adventkalender öffnen. Morgen bin ich dran. Jedes Kind schenkt einem anderen Kind etwas. Das Spiel heißt „Engerl Bengerl“. Ja, genau das erlebte ich damals in der Schule. Ich machte bei all den Spielen, Liedern und Bräuchen mit. Ich war Muslim und trotzdem kümmerte es weder mich, noch die anderen. Mittlerweile bin ich nicht mehr in der Schule, aber ich habe bereits überlegt, ob ich mir einen Adventkalender zulegen sollte. Und siehe da, ich bin ein Muslim. read more…

Gott bewahre – glaubst du auch an das böse Auge?

Geschichten über T-Shirts, die man verkehrt rumträgt, Milch, die man vor die Haustür verschüttet und Menschen, die uns das Böse wünschen. Was steck hinter diesem bösen Auge?

Al Aiyn oder das böse Auge ist ein Mysterium und weit verbreitet in der arabischen Welt. Viele Menschen glauben an diesen Aberglauben. Es fängt alles mit dem neuen Porsche an, den du dir gekauft hast. Und als du gerade dabei warst, deine Freude mit den anderen zu teilen, trifft es dich wie ein Blitz. Jene, die geschützt sind, werden nicht getroffen, aber die, die ungeschützt sind, erleben das böse Auge hautnah. read more…

Hunde und Katzen bei muslimischen Familien?

Nach den Angaben der Statistik Austria besitzt jeder fünfte Haushalt einen Hund und jeder 2,5 Haushalt eine Katze. Diese Angaben weisen darauf hin, dass Österreich ein Land der Tierfreunde ist.

Ich habe keine Haustiere. Ich bin aber sehr wohl ein tierfreundlicher Mensch und langjähriges Mitglied in einem Tierschutzverein. Das Thema Haustier wurde ganz spontan in meinem Unterricht besprochen und zugegebenermaßen wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, mich mit einer solchen Thematik theologisch auseinanderzusetzen und sie in den Unterricht zu integrieren. In diesem Artikel möchte ich in Bezug auf Haustiere konkrete Fragestellungen aus meinem Unterricht ausführen, um auf den fehlenden innerislamischen Diskurs hinsichtlich dieser Thematik hinzuweisen. read more…

Eine Podiumsdiskussion über Scharia-Gerichte wirft Fragen auf

Der Islam als Religion ist nicht zu verurteilen, ganz im Gegenteil. Der Islam bietet das Potential zur Weiterentwicklung, wenn Menschen nicht erwarten würden, dass der Koran die Probleme der Menschen löst, sondern stattdessen der Mensch Impulse aus dem Koran heranzieht und Probleme im Geiste des Korans reflektiert.

Die Podiumsdiskussion zum Thema Scharia-Gerichte und ihre Folgen am Beispiel Großbritanniens – Paralleljustiz in Europa?“  zu der vergangenen Dienstag im Albert-Schweizer-Haus geladen wurde, war deshalb eine sehr interessante Veranstaltung, weil sie einerseits ein brisantes Thema zum Gegenstand der Diskussion hatte und andererseits, weil professionelle Fachexpertinnen am Podium saßen. Einige Statements sind jedoch zu hinterfragen.  read more…

Aber wir sind doch alle Menschen …

Wir sind arabisch, deutsch, afghanisch, wienerisch, dunkelhäutig, hellhäutig, schwarzhaarig, rothaarig, blond, grünäugig, braunäugig, agnostisch, muslimisch, buddhistisch, christlich, atheistisch. Aber an erster Stelle sind wir Mensch.

„Wenn das Wörtchen aber nicht wär’ …“

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Die muslimische Welt und ihre Dauerfrustration

Islamische Ulama kennen den Grund der Krise, aber nicht den Weg aus der Krise.
Judenhass verhindert in der arabischen Welt, sich eigentlichen Herausforderungen zu stellen.
Junge Ulama (Gelehrte) brauchen Impulse aus dem Westen.

Im Zuge meiner Teilnahme an der Einladung des ägyptischen Dār al-Iftā’ al-Miṣriyyah (Ägyptisches Fatwa-Amt) haben zahlreiche Muftis aus muslimischen Ländern darüber diskutiert, wie sie den Fatwa-Bedarf vor allem in europäischen Ländern abdecken können, damit sie sich besser vor Dekadenz und Islamophobie innerhalb Europas schützen können. read more…

Bringt euren Töchtern den Islam und nicht das Kopftuch mit 13 näher

Es ist Abend, ich stehe gerade am Bahnhof und warte auf die S-Bahn, als meine Augen ein kleines Mädchen erblicken. Ich schätze sie auf 12-13. Mutter und Vater stehen daneben. Ihre kleine Schwester, ca acht, trägt kein Kopftuch, sie aber schon.

Ich gehe immer näher ran und beobachte das Mädchen. Ich betrachte sie von oben nach unten. Sie trägt hohe Stiefeletten, eine enge Jeans und eine kurze langärmlige Bluse. Auf den Haaren das „Kopftuch“.  Ein seidiges lila Tuch, welches sie mühevoll gewickelt hatte. So erscheint es mir jedenfalls. Ihr Hals ist sichtbar und streckt sie sich ein kleines bisschen, so sieht man ihren Bauchnabel ebenfalls. Mich hat das Ganze ein wenig an ein kleines Mädchen aus dem zwölften Bezirk erinnert. Damals trug sie das Kopftuch ebenfalls in jüngeren Jahren, genau so sinnlos und unbedacht. Sie erinnerte mich, an read more…

Einseitige Rechtschaffenheit

Umama (r.a.) war die Tochter Zaynabs (r.a.), die Enkeltochter des Propheten. Er nahm sie während des Gebetes auf die Schultern, legte sie beim Beugen auf den Boden und beim Erheben nahm er sie dann wieder auf die Schultern. (http://www.derletzteprophet.info/kinder-in-der-erziehung-des-propheten-mohammed-sav)

Diese Handlung pflegte der Prophet Muhammed (s.a.w.), Vorbild aller Muslime, sogar im Gebet zu vollziehen. Es ist die Rechtschaffenheit gegenüber den Kindern/Jugendlichen. Und ich habe mich nicht verschrieben.
Viele muslimische Kinder und Jugendliche können folgenden Vers aus dem Koran gut auswendig: read more…

Unterstützt eine “übertriebene” Berichterstattung die Ziele der Dschihadisten?

24. Oktober 2016, Hörsaal 47 der Hauptuniversität Wien: Ich hörte mir den Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Manemann an, der am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover lehrt. Der Vortragstitel lautete: „Dschihadismus als aktiver Nihilismus – Warum ziehen junge Europäer in den Krieg?“

Ohne hier den gesamten Vortrag wiederzugeben, möchte ich in aller Kürze die Eckpunkte des Vortrages überblicksmäßig darstellen, um anschließend einen wesentlichen nichtswasimlebenAspekt aufzugreifen. Zum einen wurden einzelnen Deutungsweisen des Dschihadismus (Diabolisierung, Religionisierung, Soziologisierung, read more…

Radikalisierung in Gefängnissen

“Ansteckende Krankheit”

Ich habe die Aufgabe des Vorbeters im Gefängnis übernommen, weil die Insassen ein großes Bedürfnis nach religiöser Unterweisung in deutscher Sprache haben.

Jörg Imran Schröter, 46, ist Juniorprofessor für islamische Theologie an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Als ehrenamtlicher Imam hält er regelmäßig das Freitagsgebet in der Justizvollzugsanstalt Freiburg ab.

Jörg Imran Schröter, 46, ist Juniorprofessor für islamische Theologie an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Als ehrenamtlicher Imam hält er regelmäßig das Freitagsgebet in der Justizvollzugsanstalt Freiburg ab.

Bislang gibt es solche Angebote fast nur auf Türkisch, dafür kommen Vertreter des Islamverbands Ditib in die Haftanstalten. Zu meinem Freitagsgebet versammeln sich 15 bis 20 Männer. Es sind viele Muslime vom Balkan dabei, aber auch aus den Maghreb-Staaten oder aus Schwarzafrika. Wir treffen uns in einem Unterrichtsraum, die Gefangenen räumen die Tische beiseite.

Inzwischen haben wir die Erlaubnis bekommen, Gebetsteppiche zu benutzen. Außerdem hat die Gefängnisschreinerei eine Gebetskanzel gezimmert. Die Teppiche waren ein heikles Thema. Da in Freiburg die Insassen zumeist längere Haftstrafen verbüßen, gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Dann gab es einen Fall, dass sich ein rechtsradikaler Gefangener einen Gebetsteppich bestellt und als Klovorleger benutzt hat, um die Muslime zu provozieren. Nun dürfen sich Gefangene Teppiche ohne religiöse Symbole bestellen. Es ist wichtig, dass muslimische Insassen ein gültiges Gebet verrichten können. Da im Gefängnis der Staat das Recht ausübt, haben die Insassen einen starken Sinn für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung. Die christlichen Seelsorger können regelmäßig Sprechstunden anbieten und haben dafür ein eigenes Zimmer. read more…

die neuen ÖsterreicherInnen

Wie werden MuslimInnen hierzulande wahrgenommen? Wie definieren sie sich selbst und wo sehen sie ihren Platz innerhalb der österreichischen Gesellschaft?
Wiener, Türken, Ägypter, Österreicherinnen mit und ohne Migrationshintergrund, Muslime und Nicht-Muslime im Gespräch.

 

Rumina & Rumi dieser Welt

Maida Causevic verfasst leidenschaftlich Texte, Gedichte, Geschichten und Kommentare inspiriert durch den Alltag, das Leben, die Religion, den Menschen und die Welt. Mit ihrem Blog “Erinnerungsspuren” möchte sie ihre “Mitmenschen dazu inspirieren, Neues zu erkunden.”

Neulich fragte mich ein Kollege, wie ich zu den Vorurteilen  über die Muslime stehe, die in den Medien bereits jahrelang präsent sind. Dabei merkte ich, dass er sich sehr gewählt und respektvoll ausdrückte, um mir ja nicht zu nahezutreten. Das hatte eine positive Wirkung auf mich, weil mir seine respektvolle und achtsame Art und Weise, so wie er mit mir sprach, zu verstehen gab, dass er wirklich meine Meinung hören wollte. Ich weiß noch, als er weiter fragte, wie sich allmählich mein Gesicht verzog – es wurde strenger. Währenddessen dachte ich mir in einem klitzekleinen Moment: „Bitte erwähne nicht den IS und mich in einem Atemzug!“ Aber wie es das Schicksal so wollte, geschah es doch und im Nachhinein dachte ich mir: „Welch‘ ein Glück!“

Ja, wie gehe ich eigentlich mit den Vorurteilen um?

Ob ich will oder nicht, der IS begleitet mich in meinem Alltag. Ob ich will oder nicht, die verschiedenen religiösen Auslegungen begleiten mich im Alltag und haben einen großen Einfluss auf mein Leben. read more…

Säkularismus im Fokus der Islamkonferenz in Sarajevo

Das Konzept des Säkularismus beinhaltet nicht Atheismus und pluralistische Gesellschaften bedeuten nicht gottlose Gesellschaften. (Karic)

intern-konferenz-sarajevoAnfang des Monats organisierte das österreichische Außenministerium in Zusammenarbeit mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Bosnien-Herzegowina eine Islamkonferenz in Sarajevo, in der die Vereinbarkeit des Islams mit säkularen Systemen sowie Modelle und Traditionen des „europäischen Islams“ diskutiert wurden.

Ein bosnischer Islamwissenschaftler, Enes Karic, hat in Bezug auf „säkulare Gesellschaften“ festgehalten, dass diese grundsätzlich nichts Antireligiöses oder Antigöttliches bedeuten, sondern die Unparteilichkeit des Staates gegenüber der Religion und die Offenheit des Staates gegenüber Gläubigen und Nichtgläubigen zeige. Der traditionelle Islam kannte den Säkularismus als definierte soziale Orientierung nicht, so Karic, und noch vor hundert Jahren konnte dieses Resultat der Französischen Revolution unmöglich wie heute diskutiert werden. read more…

Die Islam – Von der Geschlechtergerechtigkeit

Bemerkenswert war, dass sich eine andere Schülerin auf eine Aussage des Propheten bezog und zu einer analogen Schlussfolgerung kam, dass der Prophet sogar das Zupfen der Augenbrauen als verboten erklärt hätte. Eine andere Schülerin erzählte von ihrer Cousine, die eine auffällig große Nase hatte und sich nie traute, ihr Gesicht im Spiegel zu betrachten und daher eine Operation hinter sich bringen musste, um sich mit ihr selbst zu „versöhnen“ und endlich sozial werden zu können.

Mir ist bewusst, dass das Thema „Gender” sehr vielfältig ist. In diesem Artikel möchte ich mich nur auf einen Unteraspekt der Genderthematik beziehen. Seit langer Zeit war es mein Anliegen über die Genderthematik im  islamischen Religionsunterricht zu schreiben. Ich wollte meine Gedanken zu bestimmten Aspekten der Thematik mit den Lesern teilen, auch wenn ich gewissermaßen eine distanzierte Haltung diesbezüglich habe. Um die Sache einfacher und schlüssiger darzustellen, möchte ich lieber mit dem Teil anfangen, der ohne „nein“ und „aber“  mitgelesen werden kann. read more…

Schicken Sie Ihr Kind zum Schwimmunterricht?

Das Thema Schwimmen in der Schule und die Teilnahme bzw. Nicht-Teilnahme muslimischer Kinder am Schwimmunterricht sorgt immer wieder für Furore und wird seitens der Gesellschaft oft als Zeichen für mangelnde Integration gesehen, wenn Eltern ihren Kindern verbieten, am Schwimmunterricht teilzunehmen. Viele Eltern begründen ihre Entscheidung damit, dass der Unterricht nicht nach Geschlechtern getrennt sei und ihre Kinder unislamisch gekleidet seien. Das würde so gegen ihre religiösen Vorschriften verstoßen. Doch ist das nicht zu überspitzt, zumal es sich um 6 bis 12-jährige Kinder handelt?

Der Schwimmunterricht in der Volksschule ist neben dem Turnunterricht ein wichtiger Bestandteil des Unterrichtsplans, weil Kinder sportlich aktiv werden (müssen), das Miteinander spielerisch erlernt und gestärkt wird und sie die Möglichkeit haben, in jungen Jahren Schwimmen zu lernen. Der Schwimmunterricht wird in der Regel bis zur 7. Schulstufe regelmäßig veranstaltet und ist für sehr viele Kinder das Fach mit dem größten Spaßfaktor. Für viele Eltern ist dieser Spaßfaktor und der soziale Aspekt von geringer Relevanz. Stattdessen beharren viele auf dem religiösen Argument, dass es unislamisch sei, halbnackt schwimmen zu gehen und Kinder religiöse Vorschriften von klein auf kennen und lernen sollten. read more…

Generation Snapchat über Gott und die Welt

Wir wollten wissen, was die heutige Generation beschäftigt. Selin, Edina, Zainab und Sarah über Bildung, Religion, Familie und Politik.

“Wenn man Probleme hat, wendet man sich meistens an Gott.” – “Und wenn es dir gut geht, dann nicht?”

Sie Kufar, ich Moslem

Ich erinnere mich noch an meine erste Kindergarten-Liebe. Sie war so schön, blond, blauäugig und hieß Helena. Unsere Liebe beschränkte sich damals auf das Spielen in der Sandkiste und dem “Händchen Halten” bei jedem Ausflug, weil wir ja in der Zweierreihe gehen mussten. Mit 4 Jahren wusste ich nichts über Religionen, Herkunft und das “Anders Sein”. Ich wusste damals nicht, dass sie Nicht-Muslimin war. Ich wusste nicht einmal, dass ich Muslim war.

Heute, 20 Jahre später weiß ich so einiges mehr oder zumindest glaube ich es zu wissen. Ich bin Muslim, eher traditionell-konservativ aufgezogen worden. Meine Eltern sind aus dem ehemaligen Jugoslawien und ich bin als kleines Kind Mitte der 90-er Jahre nach Österreich gekommen. Seit der ersten Kindergarten-Liebe habe ich viele andere hübsche, kluge und andersgläubige Mädchen und Frauen kennengelernt. Die Schule und die Universität bieten den perfekten Begegnungsort für das aufeinander Klaffen von verschiedenen Kulturen und Religionen. 20 Jahre später lernte ich wieder eine schöne Frau kennen. Blond, blauäugig. Sie saß mit mir in den Vorlesungen. Unsere Liebe entwickelte sich schnell und sie war auf mehr als nur das Spielen in der Sandkiste beschränkt. Jetzt wusste ich, was Religion, Herkunft und “Anders Sein” bedeutete. 20 Jahre später kannte ich die Bedeutung von Religion und den Unterschied zwischen mir und ihr.

Sie war Kufar und ich Moslem. read more…

Perspektivenwechsel: Schulalltag in Los Angeles

Eines vorweg, auch in den USA sind Lehrer “verwöhnte Angestellte”, die zu viel Ferien haben und viel zu viel verdienen. Im Vergleich zu Österreich mag ich behaupten: Ja, wir österreichischen Lehrer und Lehrerinnen sind verwöhnt und jammern zu viel.

Eine öffentliche Schule in einem sozial schwachen Viertel von Los Angeles, Kalifornien: Schulbeginn ist um acht Uhr, doch Lehrer müssen spätestens 15 Minuten vor Beginn in ihren Klassen für Eltern zur Verfügung stehen – jeder Lehrer hat seinen eigenen Klassenraum, der auch gleichzeitig als Büro verwendet wird. Variable Dienstzeiten gibt es nicht. Jeder Lehrer, der eine Krankenversicherung von der Schule bezahlt bekommen möchte, muss von 07:45 bis 16:30 in der Schule sein. Das sind mehr als acht Stunden. Übrigens werden Pausen nicht bezahlt. read more…

Videos & More

Die neuen Österreicherinnen

Gott und die Welt

Social Experiment – Wie frei denkt Wien?

ROUND TABLE im Überblick

Azra bibert. Hier entlang…

CEAI macht Musik. Dort drüben…

Citizenship ist die Begegnung von Menschen mit den Strukturen und Gesetzen eines Staates. Wenn Religion und Migration dabei eine Rolle spielt, braucht es im besondern Maß auch Auseinandersetzung. Es ist eine spannende Begegnung. Im Idealfall Dialog. Demokratie versus Islam. Ein Widerspruch? Viele Fragen. Die Gesellschaft antwortet.

Was ist der Islam für dich? Hoffnung, Stütze, Familie. Hier sehen Sie eine Umfrage unter Jugendlichen, was Islam für sie bedeutet. Dadurch lernen wir, was Islam ist.

Islam und Schule. Auseinandersetzung. Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben? Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt. lut028 Frauen über Frauen. Wer ist die Frau im Islam? Woher kommen die Vorurteile über die vermeintlich unmündige Muslima? Welche Rechte hat sie? Fünf junge Frauen über die Frau im Islam.





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