Welcome • Hallo • Salām

 

Herzlich Willkommen bei dieser Initiative des Instituts für Islamische Studien der Universität Wien. Wir entwickeln Unterrichtsmaterialien für moderne islamische Theologie in Europa.

Einführung: CEAI Islamverständnis

Was ist Citizenship & Islam? Es geht um das humanistische Islamverständnis.

 

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Menschenrecht

Ohne wenn und aber.

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Demokratie

Fragen von Perspektive.
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Gleich-berechtigung

Nicht nur für Männer.
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Friede und Gewalt

Um Gottes Willen.
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Pluralität

Vorteile für alle.
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Flucht und Schutz

Asyl ist ein Menschenrecht.
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Sexualität

Wegschauen?

 

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Staatsbürgerschaft

Loyalität durch Gottesbewusstsein

 

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Was Sie hier finden: Gespräche, Fachtexte und Materialien für Ihren Unterricht. Wenn Sie aktuelle Themen dazu bewegen, mehr über den Hintergrund zu erfahren. Über die Menschen und ihre Traditionen. Das Leben und “den” Islam.

Soll Burka oder Niqab verboten werden?

“Wie können wir als Muslime in Europa unsere Religion definieren? Können wir zum Beispiel die Mehrehe zulassen, nur weil einige Muslime das wollen? Oder sollen wir zulassen, dass Frauen theologisch gerechtfertigt geschlagen werden dürfen, weil einige Muslime das so interpretieren? Sollen wir im Erbrecht muslimische Frauen benachteiligen, weil einige den Islam so interpretieren? Sollen wir uns für die Gründung eines islamischen Staates einsetzen, weil einige Muslime das als eine religiöse Pflichtaufgabe betrachten?

Seit Jahren wird darüber gestritten, ob Niqab oder Burka verboten werden sollten. Aus den öffentlichen Debatten darüber – selbst wenn einige hier viel gekünsteltes Wortgefecht wahrnehmen – können drei Positionen festgemacht werden: read more…

Podgorica – ein Besuch beim Exorzisten

Heute verschlägt es mich nach Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Sie hat etwa 185.900 Einwohner und befindet sich im Landesinneren von Montenegro. Von 1946 bis 1992 hieß die Stadt Titograd. Damals noch zu Ehren des Präsidenten von Jugoslawien Josip Broz Tito.

Podgorica kennen viele Muslime aus dem Balkan und der Diaspora, weil es hier einen bekannten “Exorzisten” gibt, der in seiner Moschee Menschen von sogenannten Dschinns befreit. I

Ferid Orahovac

Ferid Orahovac

In der Ortschaft Vladne bei Podgorica übt Prof. Ferid Orahovac seinen Beruf als “Raki” aus – die passendste Bezeichnung im Deutschen ist Exorzist. Er wurde am 21.4.1977 in Podgorica geboren.

 

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Konferenz: Islam and Politics – Illusion of an Islamic State

Zum Thema “Islam and Politics – Illusion of an Islamic State” wurde am 27./28. Mai 2016 an der Universität Wien eine internationale Konferenz mit renommierten Fachleuten veranstaltet. Sie diskutierten über die Idee eines Islamischen Staates und die Entwicklung eines politischen Islams sowie die Bedeutung dessen für den gesellschaftlichen Diskurs. In Bezug darauf wurde aber auch das Verständnis des Islams in einem sozio-historischen Kontext beleuchtet. Diesbezüglich äußerte sich Dr. Prof. Esref Kenan Rasidagic zur Entwicklung des Islams in Bosnien und Herzegowina sowie die darauf einwirkenden kulturellen und politischen Umstände dieses Landes. Weiters fügte er hinzu, dass Bosnien und Herzegowina und so auch der Islam zu Europa gehöre und dieser auch historisch verwurzelt sei.
Diskutiert wurde auch über gesellschaftliche Erscheinungen wie Pluralität, Diversität und Ethnizität. Dazu erklärte Dr. Ahmed Shaheed, dass der Islam alle Religionen und Kulturen begrüße und die Verschiedenheit der Menschen Gottes Geschenk sei. Wir müssten nur damit umgehen können.
Ob das Projekt Citizenship Education & Islam auch in Dänemark existiert, beantwortete Dr. Mark Sedgwick damit, dass es eine derartige Initiative landesweit nicht gäbe und nur einzelne Institutionen an der Einführung eines Staatsbürgerschaft-Unterrichts arbeiten. Wünschenswert wäre es allemal. read more…

Die Leiden der Muslime im Sommer…

Die Hitze im Sommer bedeutet für die meisten: Ab ins Schwimmbad! Für Muslime hierzulande ergeben sich die unterschiedlichsten Varianten an “Summerfeeling”. Während die einen das Schwimmen aus religiösen Gründen ablehnen, vergessen die anderen bei der starken Hitze, dass es islamische Kleidungsvorschriften gibt und diese auch im Sommer gelten. Bikini, Burkini oder daheim bleiben?

Ich will auch Sommer

In Österreichs Schwimmbäder ist beinahe jede Nation und Religion vertreten. Viele Muslime umgehen die Glaubensfrage während der Sommerzeit und grübeln nicht allzu lange, wenn es um das Schwimmen und das halbnackte Zeigen in der Öffentlichkeit geht. Man will immerhin auch einen schönen Bikini tragen, die Sonne und das Wasser genießen und mit dabei sein. Dass man noch vor einem Monat etwa brav gefastet und auf vieles verzichtet hat, mitunter auch auf freizügige Kleidung, stellt im Gefecht der Hitze keinen Widerspruch dar. Der Sommer bedeutet für viele einen Ausnahmezustand. Ein Zustand des Glaubensabfalls? read more…

Ahlus Sunnah oder was?

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Maynat Kurbanova wurde 1974 in Tschetschenien geboren. Sie studierte Journalismus und Philologie. Als Kriegsberichterstatterin schrieb sie jahrelang über den Krieg und die Menschenrechtslage in Tschetschenien, u.a. auch für FAZ, SZ, France Presse. Sie arbeitet derzeit als freie Journalistin und Autorin.

Wenn es um die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Muslime geht, wird oft ein Hadith des Propheten zitiert, nach dem sich die Umma auf 73 Gruppen teilen wird. Doch oft sind genau die Menschen, die diesen Hadith so gerne zitieren, auch diejenigen, die zur Spaltung der Muslime maßgeblich beitragen.

 

Gebürtige Muslime, die ihre religiöse Identität vor kurzem und für gewöhnlich durch “Zufall” entdeckt haben, darunter viele junge Konvertiten, die versuchen den Islam eifriger als die muslimischen „Aborigines“ auszuüben, und sich dadurch Anerkennung zu verdienen versuchen. Salafisten, die ihre Ideologie den jungen Menschen aufzuzwingen versuchen. Sie alle zitieren oft und gerne einen Hadith, in dem es um die Spaltung der Umma, also der islamischen Gemeinschaft, geht. Da ich mit solchen, meist jungen Menschen fast täglich zu tun habe und oft ins Gespräch komme, dachte ich eigentlich, dass mich in Bezug auf dieses Thema nichts mehr verwundern könnte. Doch es kam anders. read more…

Religionslehrerin Sule blickt zurück: Ramadan im Schulalltag

In diesem Beitrag möchte ich den Fokus auf meine Eindrücke über die vielfältigen Haltungen der SchülerInnen bzw. StudentInnen hinsichtlich des islamischen Fastenmonats setzen. Die islamische Fastenzeit, die nach dem Mondjahr berechnet wird und dem Sonnenjahr angepasst wird, rückt jährlich um ca. 11 Tage zurück, was auch bedeutet, dass die Fastenzeit lange Zeit den Schulalltag nicht verlassen wird. Ihre Aktualität wird sie deshalb bewahren, da auch besonders heuer und auch in den nächsten Jahren aufgrund der Sommerzeit das Fasten sehr spät abends gebrochen wird. Vom Schulamt der Islamischen Glaubensgemeinschaft wurde ein Infoblatt über die Fastenzeit an die Schulen ausgeschickt. Als hilfreich für die Lehrenden im Schulalltag lassen sich die häufig gestellten Fragen mit Antwortoptionen beantworten. Denn Lehrkräfte werden mit dieser Thematik aufgrund der starken Präsenz der muslimischen SchülerInnen konfrontiert und brauchen eine Orientierung, in der sich auch eine Kooperation mit den islamischen ReligionslehrerInnen als eine Notwendigkeit herauskristallisiert.

Ich betreue muslimische SchülerInnen ab der fünften Schulstufe bis zu Erwachsenengruppen in Berufsbildenden Höheren Schulen. Eine Schülerin aus der fünften Klasse Schulstufe fragte mich in der Pause, ob es eine Sünde sein könnte, zu fasten, obwohl man körperlich zu schwach ist. Ich fragte sie, was sie damit meinte. Sie erzählte, dass ihr Mitschüler fastet, obwohl er sehr dünn, körperlich schwach ist und es ihm dabei schlecht geht. read more…

ROUND TABLE: Raus aus der Opferrolle

Beim letzten Round Table durfte ich eine spannende Diskussion zwischen Onur, Simone und Mona miterleben. Thematisiert wurde unter anderem die Opferrolle der Muslime, die Unfähigkeit mit Kritik umzugehen, aber auch der Wille zum Dialog und die positiven Aspekte des Miteinanders.

Gemeinsames Fastenbrechen (Iftar)

Während des Ramadans kommen Menschen zusammen, um gemeinsam das Fasten zu brechen. Auch in Wiens Moscheen wird regelmäßig zu Sonnenuntergang gemeinsam gegessen und getrunken. Hier einige Highlights des Fastenbrechens in der Moschee Et-Taqwa in Wien Donaustadt zu sehen.

Warum ich mir den Tod wünsche

Oft habe ich mich gefragt, wie mein Leben eines Tages enden wird. Was danach folgen wird. Warum wir überhaupt sterben müssen. Oft überkommt mich die Angst. Wovor eigentlich, wenn im Koran von einem ewigen paradiesischen Leben gesprochen wird, das ich mir durch mein islamisches Tun und Handeln im Diesseits verdienen könnte. Ich habe beschlossen, mich meiner Angst zu stellen und dem Tod ein freundliches Hallo auszurichten. read more…

TEASER: Islam and Politics

“Why die? Come to Austria.”

Im Mai 2016 fand die Konferenz Islam and Politics – Illusion of an Islamic State in den Räumlichkeiten der Uni Wien statt. Wir führten Interviews mit einigen TeilnehmerInnen, darunter auch der kanadische Schriftsteller, Reporter und säkulare Muslim Tarek Fatah. Vorab ein kurzer Ausschnitt aus seinem Interview. Mehr Gespräche folgen in Kürze.

 

Hindert der Islam den Fortschritt?

Wann hat der Islam aufgehört, Fortschritte im Bereich der Bildung und Wissenschaft zu machen? Sind es nicht die Menschen, die den Fortschritt hindern, weil sie in bestimmten Gegenden der Welt unter repressiven Herrschaftssystemen leben und keine Möglichkeit für wissenschaftlichen Fortschritt haben?
Ahmed Zewail, ägyptischer Nobelpreisträger, macht die Muslime verantwortlich für diesen Rückschritt. Sie hätten in den letzten fünfzig Jahren nicht die Gelegenheit genutzt, die Bildung zu verbessern und eine funktionsfähige Regierung zu bilden.
Hierzu ein kurzer Beitrag aus planet wissen:
http://www.planet-wissen.de/video-hindert-der-islam-den-fortschritt-102.html

 

“Wie steht Gott zu den Christen?”

In diesem  Beitrag erlaube ich mir als Fortsetzung zu meinem letzten Artikel Der Islamische Religionsunterricht – Wenn junge Heranwachsende zu Theologen werden die LeserInnen in  zwei  Unterrichtseinheiten zu begleiten, um ansatzweise auf die Herausforderungen und Chancen des Islamischen Religionsunterrichtes hinweisen zu können.

Sule Dursun promovierte im Fachgebiet Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!

In einer meiner Unterrichtseinheiten in der achten Schulstufe versuchten wir mit meinen SchülerInnen die erste Sure des Korans Fatiha (übersetzt die Eröffnende) zu verstehen, in dem eine Zwiesprache von Gott und Gläubigen ausgeführt wird, die die zentralen Glaubensinhalte des Islams beinhalten.  Ähnlich wie im  “Vater Unser“-Gebet im Neuen Testament beruht auch die Fatiha auf die Verehrung Gottes als Bittgebet der Gläubigen und wird von den MuslimInnen vor allem im rituellen Gebet am häufigsten auf Arabisch rezitiert. read more…

Vom Playboy zum Prayboy

So unglaubliche Persönlichkeitsstörungen bekommt man nur zu Ramadan zu sehen. Da ist man ein Tag davor noch am Feiern  und steht morgen früh auf, um ja das Morgengebet nicht zu verpassen. Das ganze Jahr über nimmt man die übelsten Schimpfwörter in den Mund und jetzt zuckt man schon beim kleinsten fi** dich. Vorgestern noch Mädels aufreißen und heute die Augen nicht vom Koran lassen.This is Ramadan, liebe Leute!

 

Diese before and after Geschichte

Unglaublich, wie sehr sich Menschen während des Ramadans verändern. Aber nur während des Ramadans. Denn sobald der Fastenmonat losgeht,  ändern sich so ganz plötzlich die Sichtweisen. Es wird  fünfmal am Tag gebetet, die Augen schön nach unten gesenkt, wenn eine hübsche Dame vorbeigeht. Vielleicht lässt man sich dann noch einen Bart wachsen. Dabei hatten sie erst gestern noch im Club die Sau rausgelassen. Okay, dann versuchen sie jetzt eben „bessere“ Moslems zu werden. Alles schön und gut. Aber was richtig nervt, ist der Typ, der sich dann als inoffizieller Kommissar der Ramadanpolizei betrachtet. Und dann den ganzen Monat lang so handelt, als sei er wirklich einer. read more…

Gratis Essen im Ramadan

Die typischen Fragen kennt jeder Fastende: Warum fastest du? Nicht mal trinken? Den ganzen Tag?
Hier etwas zum lachen:

 

Eine starke Rede zu Ehren von Mohammad Ali

Die Trauerfeier für Mohammad Ali in seiner Geburtsstadt Louisville in Kentucky vereinte Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen, Familienangehörige sowie namhafte Staatsoberhäupter. Neben anderen Rednern hielt der Rabbiner Michael Lerner eine Rede in Gedenken an Mohammads Leben.
Lerner nutzte die Gelegenheit, um auch gesellschafts-politische Probleme anzusprechen. So sprach er sich beispielsweise gegen die immer noch existierende Unterdrückung von Schwarzen in den USA aus, die fälschliche Schuldzuweisung an Muslimen für die Taten einer Terrorgruppe, die Ungleichheiten zwischen Arm und Reich, das Töten von Unschuldigen überall auf der Welt.

“Friede sei mit Mohammad Ali, Friede sei mit Prophet Mohammad , Friede sei mit der ganzen Menschheit udn Friede sei mit uns.”

 

Ethik – ein alternativer Religionsunterricht?

Eine neutrale Präsentation Ethik gibt es nicht. Der (konfessionelle) Religionsunterricht bringt eine bestimmte Sicht der Dinge, der ich zustimmen kann oder von der ich mich distanzieren kann. Die Entscheidung für oder dagegen benötigt eine Innensicht der Dinge. Erst wenn ich urteilsfähig bin, bin ich auch wirklich handlungsfähig. Nur “neutrale Fakten” versuchen zu nennen (die gibt es nicht) greift einfach zu kurz.
Dieser Zeitungsartikel sagt es sehr schön: der Mensch ist zur Moral geboren, aber es ist nicht festgelegt zur welchen: Moral und Ethik sind kulturabhängig geformt und im jeweiligen gesellschaftlichen Gedächtnis abgespeichert. read more…

FALSCHER STOLZ

Ich bin gebürtige Ägypterin und lebe jetzt seit knapp acht Jahren in Österreich. Das Land ist quasi meine zweite Heimat geworden. Ich bin gerne hier und oft denke ich zurück, an mein Ursprungsland. Und daran, was für gute und schlechte Dinge es dort gibt.  Aber dabei bleibt es nicht.

Ich schreibe darüber und lasse die Öffentlichkeit daran Teil haben. Meine Ziele sind nicht etwa, mein Land schlecht darzustellen. Ich möchte einfach nur die Wahrheit sagen, ohne angegriffen zu werden. Was mir leider nicht immer gelingt.

 

Bleib doch loyal!

Es ist schwer, als Redakteurin seinem Land immer beizustehen. Manchmal gibt es Dinge, die gehören einfach an die Öffentlichkeit. Ganz egal, wie welche Leute darüber denken würden. Es ist Tatsache und gehört laut gesagt. Was das mit Loyalität zu tun hat? Wenig. Denn ich bin sehr wohl loyal gegenüber meinem Heimatland. Aber wenn ich sehe, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut lebt, dann schreibe ich darüber. Und erwähne sehr wohl, dass das in Ägypten ist. Denn stolz bin ich nicht drauf. read more…

Ramadan – Fasten in der Schule

Es ist für eine SchülerIn nicht zumutbar von 2 :00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr zu fasten, noch dazu um Mitternacht gegen 2:00 Uhr die Suhur-Mahlzeit einzunehmen, um dann aber um 4:00 Uhr fröhlich und munter das Frühgebet zu verrichten. Wenn man mit einem einfachen Menschenverstand im Sinne des Korans weiterdenkt, kann man leicht erkennen, dass der Koran unser Leiden nicht will, sondern Gottesgedenken mit Bewusstsein. Das ist auch der Grund, warum die Kranken, Reisenden, Kinder usw. nicht fasten müssen. Der Koran berücksichtigt die menschlichen Bedürfnisse nicht nur im Kontext der Offenbarung, sondern überall dort, wo der Koran gelesen wird.

Ramadan ist für Muslime ein besonderer Monat, in welchem nach der islamischen Lehre die Tore des Paradieses geöffnet werden und das Böse verhindert wird. Er ist auch der Monat, in dem der Koran geoffenbart wurde. Diese Nacht der Offenbarung, Lailat-ul Qadr, wird im Koran ganz besonders hervorgehoben, da in dieser Nacht die Engel auf die Erde kommen und bis zur Morgendämmerung verweilen bevor sie in die geistigen Sphären zurückkehren, um dem Ruf des Rufenden zu folgen. read more…

Ramadan ist mehr als fasten!

Ready for Ramadan?
Der Militär-Imam Mag. Hfz. Abdulmedzid Sijamhodzic erklärt kurz vor dem Ramadan, welche Bedeutung der heilige Monat für Muslime weltweit hat. Allgemeine Infos und wertvolle Ratschläge für jeden fastenden Muslim:

Österreich a la Égypte

Meine Oma sagte mir, Mädchen ziehen Kleider an.

Meine Mutter sagt mir, Mädchen spielen nicht im Schlamm.

So heißt es in einem ägyptischen Song , der mich zum nachdenken brachte…

Hier der Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=980Tgj8TbBE

 

Ägypten 2016: Komm nicht zu spät, sonst sieht dich der Hausmeister und dann wirst du wohl nie heiraten.

Ergibt für manche wenig Sinn, ist aber Wirklichkeit in Ägypten. Denn dort spielen für viele die Mitmenschen immer noch eine große Rolle. „Was wird wohl die Tante vom Onkel ihr Cousin des Nachbarn sagen, wenn du so spät dran bist?“ Es ist wichtig, was die Leute sagen. Vielmehr ist es wichtig, wie du dich zu benehmen hast, damit sie eben nichts sagen können. Vor allem Mädchen müssen aufpassen, denn die brauchen ja einen guten Ruf, damit sie heiraten können, heißt es.
Das sind aber Kulturspezifika, denen ich nicht ganz zustimmen kann. Aber dazu später in einem anderen Blog.

Denn darum geht es hier gar nicht. Es geht eher um das Leben in Wien, als jenes in Kairo.  read more…

Der Islamische Religionsunterricht- Wenn junge Heranwachsende zu Theologen werden

Sule Dursun studierte islamische Religionspädagogik an der IRPA und unterrichtet seit bereits 6 Jahren islamische Religion an Höheren und Berufsbildenden Höheren Schulen. 

Der islamische Religionsunterricht wird von der Islamischen Glaubensgemeinschaft verwaltet, was auch bedeutet, dass die vermittelten Inhalte der islamischen ReligionslehrerInnen von den zuständigen Inspektoren kontrolliert werden. Prinzipiell ist die Schulleitung eher für den organisatorischen Rahmen zuständig. Für schulexterne oder interessierte Personen sind die Lehrpläne für den Islamischen Religionsunterricht online zugänglich. Allerdings wird meines Erachtens weder durch den Lehrplan, noch durch die islamischen Religionsbücher, die in den Schulen verwendet werden und nicht nach Schulstufen gegliedert sind, eine praxisnahe Veranschaulichung möglich gemacht.

Aus diesem Grund entsteht ein großes Interesse daran, welche Inhalte im Islamischen Religionsunterricht behandelt werden. Dieser Artikel zielt darauf ab, den geschlossenen Raum im Islamischen Religionsunterricht den Lesern zu öffnen und bekannt zu machen. In diesem engen Rahmen möchte ich über eine Unterrichtssequenz schreiben, die ich im Religionsunterricht als enge Bezugsperson miterleben durfte. Konkret geht es um Fragestellungen  und theologische Stellungnahmen meiner SchülerInnen. read more…

Hätt’ ich doch wählen sollen?

So spannend wie dieses Jahr war die Bundespräsidentschaftswahl noch nie! Bei der Stichwahl vergangenen Sonntag hat ein beachtlicher Teil der österreichischen Gesellschaft an der Wahl teilgenommen. Doch ein großer Prozentsatz tat es nicht: 30 %. Viele davon auch Muslime. Warum, frage ich mich. Aus Trotz, Unwissen, fehlendem Interesse,…?

Ich denke zurück an eine Begegnung mit einer Frau bosnischer Herkunft, die mir in einem Gespräch erklärte, warum sie nicht wählen geht. Sie sei Muslimin. Demokratie oder allgemein Politik sei mit dem Islam nicht kompatibel. Sie habe zwar die österreichische Staatsbürgerschaft, doch wählen würde sie nicht. Sie sei aber am überlegen, jetzt wählen zu gehen, da sich die “Muslime und Ausländer hierzulande in einer schwierigen Situation” befänden. read more…

Lachen erlaubt! #halalhumor

Lachen tut gut. Am liebsten immer und überall. Humor verbindet Menschen, weil man zusammen am süßesten lachen kann. Früher waren es klassische Witze, die man erzählt hat, um den anderen zum lachen zu bringen. Heute äußert sich Humor auf verschiedenste Arten, am effektivsten im Internet, und lässt sich in zahlreiche Kategorien einordnen. Nicht zuletzt dabei ist #Halalhumor. read more…

Araba Cadabra

Die Macht der arabischen Mutter ist groß und das weiß so gut wie jedes arabische Kind.  Jahrelang sprachen Menschen von Unterdrückung der Frau, aber die Wahrheit ist: Arabische Mamas haben zu Hause das Sagen.

Sie sind durchaus  kreativ und überraschen einen immer wieder mit den neuesten Ausreden, warum man denn nicht raus darf.  Was an und für sich super ist, nur haben wir Mädchen da leider einen kleinen Nachteil. Denn während mein älterer Bruder mittlerweile schon ausgezogen ist,  werde ich immer noch bei jedem Ausgang gefragt, wohin ich denn genau gehe.  Das soll nicht heißen, dass meinem  Bruder diese Frage nie gestellt wurde. Aber so leid es mir auch tut, wir haben immer noch diese traditionelle Trennung zwischen Mann und Frau, die mir nicht ermöglicht ganz einfach irgendwohin zu fahren, ohne die Erlaubnis meiner Eltern zu bekommen.  By the way: Meinem Bruder genauso wenig. Nur muss er nicht so oft rumbetteln, wie ich. Oft gibt es ein einfaches „Nein“, wenn ich mal wegfahren möchte.  Viel lustiger sind aber die ganzen anderen Aussagen, die sich meine Mutter in so einer Situation spontan ausdenkt:

Inshallah

An der Spitze der Antworten arabischer Mütter ist das bekannte Wort „Inshallah“. read more…

“Es herrscht ein friedliches Miteinander”, erklärt eine Volksschuldirektorin.

Wir waren an einer Wiener Volksschule und sprachen vor Ort mit der Direktorin Frau H. Vorab hat sie uns einige Daten gennant: Von insgesamt 295 Schülern und Schülerinnen gibt es 161 muslimische Kinder. Davon besuchen 93 den islamischen Religionsunterricht, 68 Kinder sind abgemeldet worden. Im weiteren Gespräch erfuhren wir mehr über die Schulleistungen, Integration von muslimischen Kindern und insbesondere den islamischen Religionsunterricht.

CEAI: Woher kommen die muslimischen SchülerInnen ursprünglich?

H.: Größtenteils aus der Türkei und Tschetschenien. Mehr noch aus der Türkei.

CEAI: Die Zahl der Abmeldungen ist recht hoch. Wovon hängt das ab?

H.: Das variiert von Jahr zu Jahr. Sicherlich hängt es damit zusammen, dass der islamische Reigonsunterricht eher auf den Nachmittag verlagert wird, weil es wöchentlich ganze 17 islam. Religionsstunden gibt, während es 8 röm.-katholische Religionsstunden gibt. Für viele Eltern bedeutet Nachmittag dann abmelden. Das sind dann die, denen die Religion nicht so wichtig ist.

CEAI: Waren Sie schon anwesend im islam. Religonsunterricht?

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ROUND TABLE: Frauen über Frauen

Ja, sie wollen reden! Ich durfte eine spannende Diskussion mit Amela, Renata und Sarah führen. Über das Selbstbild der Frauen, Freundschaften zu andersgläubigen Frauen, über voreheliche Beziehungen, die Ehe und die Sexualität. Dieser Round Table hat bewiesen, dass ein friedlicher Dialog über Kulturen und Religionen hinweg möglich ist.

Ehrliche Antworten von drei besonderen Frauen!

Rassismus Level 99

Neulich am  Liesingbach
Ich sitze mit drei Freunden gemütlich Nähe des Wassers. Wir waren gerade beim Picknicken, als zwei Damen mit Hund bei uns vorbei gingen. Ich bekam Panik, als sich der Hund mir langsam näherte. Denn auch, wenn ich es nur sehr ungern und sehr selten zugebe, aber ja, ich habe tatsächlich Angst vor Hunden und das schon seit Jahren.
Was aber für mich nie Thema war, es war eine Angst, von der ich ausging, dass sie niemanden stören könnte. Denn mit Angst sollte man respektvoll umgehen und auch meine Angst ist meine Sache. Aber für diese Dame öffnete diese Angst ein neues Tor der Interpretation und brachte uns somit auf Level 99 und das hätte ich niemals ahnen können.
Zurück zum Geschehen

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WIEN, ICH BIN WÜTEND!

Schon wieder ein rassistischer Angriff auf Muslime, diesmal mit Anzeigegarantie

Es ist acht Uhr morgens, ich bin gerade dabei, mich für die Arbeit fertig zu machen, als mich eine Freundin empört und verheult anruft. Sie wäre in der Straßenbahn von einer Dame laut beschimpft und mit dummen rassistischen Sprüchen blöd angemacht worden. Als sie versucht hatte zurück zu reden, schlug die Frau sie mit der Faust. Kurze Erklärung – das Mädchen trug ein Kopftuch. read more…

„Solange Sie keine bosnische Salafistin sind…“

 

Denkst du, dass wir trotz unserer Unterschiede zusammenleben können?

Jeden Tag begegnen wir in Wien vielen verschiedenen Menschen. Menschen, die sich durch ihre Kleidung, ihre Religion oder ihre Hautfarbe voneinander unterscheiden. Sie versuchen auf die verschiedenste Art und Weise ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Pluralität beschreibt eine Vielfalt in der Gesellschaft. Pluralität beschreibt eine übergeordnete, umfassende Vielfalt in der Gesellschaft und kennzeichnet die empirische Beobachtung der divergierenden Meinungen, Werte, Überzeugungen und Interessen innerhalb zeitgemäßer Gruppen, Gesellschaften und Staaten.

Mit Pluralismus geht auch immer öfter die Angst vor Neuem einher. Menschen haben Angst vor dem Unbekannten und lassen sich oft durch diese Angst beeinflussen. Wenn diese Angst dann auch noch von mehreren Menschen geteilt und von den Medien bzw. der Politik geschürt wird, kann sie zu gesellschaftlichen Veränderungen führen. Die Flüchtlingskrise ist dafür ein gutes Beispiel. Vorurteile und Stereotype haben nicht nur hierzulande einen Umschwung der Politik nach „rechts“ unterstützt.

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Amra Dedic (23), Master in Publizistik und Kommunikationswissenschaft, in Moskau aufgewachsen, bosnischer Herkunft und lebt seit 6 Jahren in Wien.

Die Idee dieses Videos war es, genau diese Ängste anzusprechen, die Vorurteile zu thematisieren und sich mit den Reaktionen der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Ob Kopftuch, andere Kleidung oder Hautfarbe – alles, was anders ist und anders wirkt, wird oftmals als abschreckend empfunden. Umso spannender war es für mich, dieses Experiment durchzuführen. read more…

Artikel 2 Staatsgrundgesetz ist islamisch!

Vor bald einem Jahr jährt sich der in der Presse zu lesende Gastkommentar vom Prof. Aslan mit dem Titel „Die Grundlagen eines Islam europäischer Prägung“. In den vergangenen Tagen kam die bisher letzte direkte Antwort eines kritischen Lesers, dessen Ausführungen unserer Leserschaft nicht vorenthalten werden sollte. Denn im Fokus seiner Kritik stand die vierte Grundlage „Die Befreiung der Frau“. Aber lest selbst: read more…

Social Experiment – Wie frei denkt Wien?


ROUND TABLE im Überblick

IMG_3657Biber-Bloggerin Mona unterstützt CEAI mit Erlebnissen, Erfahrungen und Beobachtungen. Hier geht´s zum Blog…

Azra bibert. Hier entlang…

 

CEAI macht Musik. Dort drüben…

Citizenship ist die Begegnung von Menschen mit den Strukturen und Gesetzen eines Staates. Wenn Religion und Migration dabei eine Rolle spielt, braucht es im besondern Maß auch Auseinandersetzung. Es ist eine spannende Begegnung. Im Idealfall Dialog. Demokratie versus Islam. Ein Widerspruch? Viele Fragen. Die Gesellschaft antwortet.

Was ist der Islam für dich? Hoffnung, Stütze, Familie. Hier sehen Sie eine Umfrage unter Jugendlichen, was Islam für sie bedeutet. Dadurch lernen wir, was Islam ist.

Islam und Schule. Auseinandersetzung. Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben? Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt. lut028 Frauen über Frauen. Wer ist die Frau im Islam? Woher kommen die Vorurteile über die vermeintlich unmündige Muslima? Welche Rechte hat sie? Fünf junge Frauen über die Frau im Islam.





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