Welcome • Hallo • Salām

 

Herzlich Willkommen bei dieser Initiative des Instituts für Islamische Studien der Universität Wien. Wir entwickeln Unterrichtsmaterialien für moderne islamische Theologie in Europa.

Einführung: CEAI Islamverständnis

Was ist Citizenship & Islam? Es geht um das humanistische Islamverständnis.

 

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Menschenrecht

Ohne wenn und aber.

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Demokratie

Fragen von Perspektive.
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Gleich-berechtigung

Nicht nur für Männer.
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Friede und Gewalt

Um Gottes Willen.
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Pluralität

Vorteile für alle.
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Flucht und Schutz

Asyl ist ein Menschenrecht.
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Sexualität

Wegschauen?

 

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Staatsbürgerschaft

Loyalität durch Gottesbewusstsein

 

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Internet

Die digitale Umma

 

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Was Sie hier finden: Gespräche, Fachtexte und Materialien für Ihren Unterricht. Wenn Sie aktuelle Themen dazu bewegen, mehr über den Hintergrund zu erfahren. Über die Menschen und ihre Traditionen. Das Leben und “den” Islam.

Wie erlangt die unsichtbare Frau Aufmerksamkeit?

Haben Sie den Artikel “Geliebt sein wollen – vom Schleier und der weiblichen Psyche” gelesen? Hier die Fortsetzung:

Auch die weggesperrte Frau möchte gesellschaftliche Aufmerksamkeit. Auch sie möchte akzeptiert, geliebt und respektiert werden. Das erreicht sie nicht durch einen Silikonbusen, einem Kardashian-Hintern oder einen Uni-Abschluss in Harvard, wo ihr in aller Öffentlichkeit auch männliche Professoren mit einem Handschlag gratulieren. Das kann sie nur so bewirken, indem sie den gesellschaftlichen Anforderungen und Erwartungen ihrer eigenen Kultur gerecht wird. Dabei bewegt sie sich auf sehr beschränktem Terrain. In diesem Radius des „Erlaubten“ muss sie nun agieren, um sich evolutionsbiologisch erfolgreich behaupten zu können.

Das Kopftuch zu tragen oder sogar den Gesichtsschleier aufzusetzen, bedeutet für viele muslimische Frauen mehr Chancen auf dem „Heiratsmarkt“ und gibt ihr dadurch mehr Anerkennung innerhalb der Gesellschaft. Das absolute Extrem zum Mega-Silikonbusen ist die genitale Beschneidung, die schon im frühen Kindesalter von den Frauen des Klans bestimmt wird, weil sie wissen, dass das Mädchen sonst keine Chancen hat, sich in der Gesellschaft zu beweisen. read more…

Geliebt sein wollen – vom Schleier und der weiblichen Psyche

Ausgangspunkt für diesen Artikel ist die gegenwärtige Debatte über die Gründe des Tragens der islamischen Verschleierung. Die Erklärungsversuche derer, die Antworten darauf suchen, sind immer auf eine gewisse Wortwahl beschränkt: “Unterdrückung der Frau, gesellschaftlicher Rückschritt, westliche Werteverweigerung, politische Identität, Arroganz und radikal theologische Auslegung.”

Das alles mögen berechtigte Aspekte sein, um diesem Phänomen Rechnung zu tragen. Doch möchte ich gerne auf den psychologischen Aspekt eingehen und ihn der Öffentlichkeit bewusst machen.

Betrachten wir doch einmal den Aspekt der weiblichen Psyche, ohne hier wissenschaftliche Zitate liefern zu wollen, sondern vielmehr auf einfache Umstände einzugehen. Es ist doch weltweit bekannt, dass Frauen rund um den Globus auf ihr Äußerliches reduziert werden. read more…

Die Möglichkeit eines Euro-Islam

“Wie, so müssen MuslimInnen sich fragen lassen, soll der Islam je eine Prägung erfahren, die im Einklang mit den europäischen Werten steht, die von der Mehrheitsgesellschaft nicht als Bedrohung wahrgenommen wird, wenn die Deutungshoheit darüber, was der Islam ist, zunehmend von radikalen Elementen beansprucht wird?”

Prof. Ednan Aslan schreibt in seinem Kommentar in der NZZ vom 16.09.2016 über die Voraussetzungen eines Islams europäischer Prägung:
1. Schaffung adäquater religiöser Strukturen
2. Unter pluralistischen Verhältnissen den Islam neu reflektieren und adaptieren
3. Förderung der europäischen Identität durch “citizenship education”
4. Beitrag der europäischen Staaten durch Wahrnehmung der Belange ihrer muslimischen Bevölkerung

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier!

“Gott schauen” können und das Opferfest

Feste bestimmen nicht nur die soziale und politische Zugehörigkeitsstruktur des Einzelnen, sondern sie sind eine Form der persönlichen Frömmigkeit. Sie ermöglichen dem Menschen eine unmittelbare Gottesbeziehung. Darüber äußert sich Ägyptologe Jan Assmann (1996: 261) folgendermaßen: „Die persönliche Frömmigkeit hat ihre Wurzel offenbar im Fest. Dazu muss man wissen, dass die Feste [im alten] Ägypten die einzige Form waren, in denen breiten Volksschichten die Teilnahme am religiösen Leben möglich war. Für den Einzelnen waren die Feste die Gelegenheit, wo er „Gott schauen” durfte. So heißt es auch im Koran: “Weder das Fleisch noch das Blut der Opfertiere werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch.

Die Frage ist nun: Wie kann man Gott beim Schächten eines Tieres schauen? read more…

Das Opferfest (Qurban) – eid mubarak!

Heute ist es wieder so weit, wie jedes Jahr feiern Muslime auf der ganzen Welt das Opferfest. Das im Quran oftmals vorkommende, arabische Wort „Qurban“ ins Deutsche als „Opfer“ zu übersetzen, finde ich an dieser Stelle nicht ausreichend, denn  dieser Begriff stammt vom arabischen qrb قرب und beinhaltet eine viel umfassendere Bedeutungen wie „nahe sein, sich nähern, die Nähe …“. read more…

9 Unterrichtspakete für Ihren Unterricht!

Ein neues Schuljahr hat begonnen. Für alle LehrerInnen, die frischen Wind in den Unterricht bringen wollen, gibt es die passenden Unterrichtsmaterialien von Citizenship Education and Islam CEAI. Insgesamt 9 Unterrichtspakete stehen bereits zur Verfügung und sind nicht nur für den islamischen Religionsunterricht vorgesehen, aber auch für einen interreligiösen Unterricht sowie andere Unterrichtsfächer wie Geschichte und Politische Bildung & Recht.

Im ersten Unterrichtspaket Einführungsunterricht finden Sie den ersten Fachtext über die Eckpunkte eines humanistischen Islamverständnisses sowie die passenden Unterrichtsmaterialien dazu. Für einen lebendigen Unterricht gibt es auch ausdruckbare Arbeitsblätter, die zum Denken und Mitreden anregen sollen.

Wie beispielsweise diese Illustration, die auf einen Islam österreichischer Prägung hindeutet:einfuhrungsunterricht-bild
Als Grundlage für das Projekt Citizenship Education and Islam dient auch die Unterrichtseinheit Staatsbürgerschaft, read more…

Politischer Rechtsruck und islamischer Fundamentalismus in Europa – Hass und Angst vor den Muslimen?

Wohin geht Europa?

Abgeschlossenes Bachelorstudium in Bildungswissenschaft. Aktuelle Masterstudien in Bildungswissenschaft und Islam. Religionspädagogik. Cigdem arbeitet als Hortpädagogin.

Abgeschlossenes Bachelorstudium in Bildungswissenschaft. Aktuelle Masterstudien in Bildungswissenschaft und Islam. Religionspädagogik.
Cigdem arbeitet als Hortpädagogin.

Der politische Rechtsruck ist zu einer Realität geworden, die Europa flächendeckend umfasst hat und immer weiter voranschreitet. Um diese Tatsache effektiv abwehren zu können, müssen wir uns neben den Ursachen für diese Entwicklung auch die politischen Lösungsstrategien vor Augen führen bzw. diese hinterfragen.

Was sind also die Gründe dafür, dass konservativ-rechte Parteien mit Hassaussagen gegenüber Migranten und dabei vor allem gegenüber dem Islam und den Muslimen immer mehr Zustimmung von der europäischen Mehrheitsgesellschaft erhalten und somit ihre Macht ausweiten? read more…

Wie viel Islam kann Österreich verkraften?

Wer den kühlen Kopf bewahrt, wird zukunftsfähig bleiben!

Gewiss scheitert es auch daran, einen Grund für die Auseinandersetzung mit dem Islam in Europa und in der Welt zu finden. Die Muslime selbst liefern jede Menge Gründe dafür, dass die Welt ihre Vorurteile jeden Tag aufs Neue bestätigt findet. Allein die Alltagsbilder in den islamischen Ländern reichen für die Behauptung aus, dass die Muslime einfach nicht in der Lage sind, ein Land zu führen und eine vernünftige Politik zu betreiben.

Aus Sicht der islamischen Staaten ist der Grund für deren miserable Situation ziemlich einfach: „Der Westen und seine Islamophobie sind Schuld daran, weil der Westen das Hochkommen islamischer Länder nicht will.“ Dazu werden noch weitere Verschwörungstheorien nachgeliefert, wie die z.B., dass Mossad oder die CIA insgeheim gegen Muslime vorgehen.

Die Türkei, die einst als Hoffnungsschimmer für die islamischen Länder galt, ist wieder in diese antiwestlichen Ressentiments hineingefallen: Es ist wieder der Westen, der einfach die Errichtung monumentaler Brücken, Mega-Flughäfen oder aber breite Autobahnen nicht will, obwohl paradoxerweise alle diese gigantischen Bauprojekte in der Regel von westlichen Unternehmen errichtet werden. Die Großbaustellen der heiligsten Städte des Islams werden von westlichen Firmen dominiert. read more…

Welche Heimat entspricht dem Islam?

Das Wort Heimat sprüht auch tief verwurzelte Funken von Emotionalität aus und umfasst die Wahrnehmung der Identität ganz gleich wie das Wort Islam nicht nur mit einer religiösen sondern auch politischen Identität verbunden ist. In gewisser Weise ist es somit eine schwierige Frage für mich, wenn ich daran denke, wie wichtig das Gefühl oder die Wahrnehmung der Identität ist. Es ist eine Frage, um die sich meine tägliche Aufmerksamkeit dreht: Was bedeutet es einer nationalen, einer ethnischen oder religiösen Identität anzugehören? 

Wenn ich über politische Identitäten nachdenke, würde ich gern der Politik der vielen Möglichkeiten meinen Zuspruch geben, wo all diese Möglichkeiten eine tragbare Heimat finden, ineinander fließen können und nicht in einem Gefühl der festgefrohrenen Identitätsstarre verharren wollen. Eine solch erstarrte polititsche Identität birgt ja die Unterscheidung zwischen „wir“ gegen „sie“ in sich. Wenn wir außerdem noch diesen dualistischen Rahmen hinterfragen, sehen wir deutlich, dass die Meinung der Selbstüberschätzung „Wir sind besser als sie“ die Grundlage bildet.  read more…

Soll Burka oder Niqab verboten werden?

“Wie können wir als Muslime in Europa unsere Religion definieren? Können wir zum Beispiel die Mehrehe zulassen, nur weil einige Muslime das wollen? Oder sollen wir zulassen, dass Frauen theologisch gerechtfertigt geschlagen werden dürfen, weil einige Muslime das so interpretieren? Sollen wir im Erbrecht muslimische Frauen benachteiligen, weil einige den Islam so interpretieren? Sollen wir uns für die Gründung eines islamischen Staates einsetzen, weil einige Muslime das als eine religiöse Pflichtaufgabe betrachten?

Seit Jahren wird darüber gestritten, ob Niqab oder Burka verboten werden sollten. Aus den öffentlichen Debatten darüber – selbst wenn einige hier viel gekünsteltes Wortgefecht wahrnehmen – können drei Positionen festgemacht werden: read more…

Podgorica – ein Besuch beim Exorzisten

Heute verschlägt es mich nach Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Sie hat etwa 185.900 Einwohner und befindet sich im Landesinneren von Montenegro. Von 1946 bis 1992 hieß die Stadt Titograd. Damals noch zu Ehren des Präsidenten von Jugoslawien Josip Broz Tito.

Podgorica kennen viele Muslime aus dem Balkan und der Diaspora, weil es hier einen bekannten “Exorzisten” gibt, der in seiner Moschee Menschen von sogenannten Dschinns befreit. I

Ferid Orahovac

Ferid Orahovac

In der Ortschaft Vladne bei Podgorica übt Prof. Ferid Orahovac seinen Beruf als “Raki” aus – die passendste Bezeichnung im Deutschen ist Exorzist. Er wurde am 21.4.1977 in Podgorica geboren.

 

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Konferenz: Islam and Politics – Illusion of an Islamic State

Zum Thema “Islam and Politics – Illusion of an Islamic State” wurde am 27./28. Mai 2016 an der Universität Wien eine internationale Konferenz mit renommierten Fachleuten veranstaltet. Sie diskutierten über die Idee eines Islamischen Staates und die Entwicklung eines politischen Islams sowie die Bedeutung dessen für den gesellschaftlichen Diskurs. In Bezug darauf wurde aber auch das Verständnis des Islams in einem sozio-historischen Kontext beleuchtet. Diesbezüglich äußerte sich Dr. Prof. Esref Kenan Rasidagic zur Entwicklung des Islams in Bosnien und Herzegowina sowie die darauf einwirkenden kulturellen und politischen Umstände dieses Landes. Weiters fügte er hinzu, dass Bosnien und Herzegowina und so auch der Islam zu Europa gehöre und dieser auch historisch verwurzelt sei.
Diskutiert wurde auch über gesellschaftliche Erscheinungen wie Pluralität, Diversität und Ethnizität. Dazu erklärte Dr. Ahmed Shaheed, dass der Islam alle Religionen und Kulturen begrüße und die Verschiedenheit der Menschen Gottes Geschenk sei. Wir müssten nur damit umgehen können.
Ob das Projekt Citizenship Education & Islam auch in Dänemark existiert, beantwortete Dr. Mark Sedgwick damit, dass es eine derartige Initiative landesweit nicht gäbe und nur einzelne Institutionen an der Einführung eines Staatsbürgerschaft-Unterrichts arbeiten. Wünschenswert wäre es allemal. read more…

Die Leiden der Muslime im Sommer…

Die Hitze im Sommer bedeutet für die meisten: Ab ins Schwimmbad! Für Muslime hierzulande ergeben sich die unterschiedlichsten Varianten an “Summerfeeling”. Während die einen das Schwimmen aus religiösen Gründen ablehnen, vergessen die anderen bei der starken Hitze, dass es islamische Kleidungsvorschriften gibt und diese auch im Sommer gelten. Bikini, Burkini oder daheim bleiben?

Ich will auch Sommer

In Österreichs Schwimmbäder ist beinahe jede Nation und Religion vertreten. Viele Muslime umgehen die Glaubensfrage während der Sommerzeit und grübeln nicht allzu lange, wenn es um das Schwimmen und das halbnackte Zeigen in der Öffentlichkeit geht. Man will immerhin auch einen schönen Bikini tragen, die Sonne und das Wasser genießen und mit dabei sein. Dass man noch vor einem Monat etwa brav gefastet und auf vieles verzichtet hat, mitunter auch auf freizügige Kleidung, stellt im Gefecht der Hitze keinen Widerspruch dar. Der Sommer bedeutet für viele einen Ausnahmezustand. Ein Zustand des Glaubensabfalls? read more…

Ahlus Sunnah oder was?

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Maynat Kurbanova wurde 1974 in Tschetschenien geboren. Sie studierte Journalismus und Philologie. Als Kriegsberichterstatterin schrieb sie jahrelang über den Krieg und die Menschenrechtslage in Tschetschenien, u.a. auch für FAZ, SZ, France Presse. Sie arbeitet derzeit als freie Journalistin und Autorin.

Wenn es um die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Muslime geht, wird oft ein Hadith des Propheten zitiert, nach dem sich die Umma auf 73 Gruppen teilen wird. Doch oft sind genau die Menschen, die diesen Hadith so gerne zitieren, auch diejenigen, die zur Spaltung der Muslime maßgeblich beitragen.

 

Gebürtige Muslime, die ihre religiöse Identität vor kurzem und für gewöhnlich durch “Zufall” entdeckt haben, darunter viele junge Konvertiten, die versuchen den Islam eifriger als die muslimischen „Aborigines“ auszuüben, und sich dadurch Anerkennung zu verdienen versuchen. Salafisten, die ihre Ideologie den jungen Menschen aufzuzwingen versuchen. Sie alle zitieren oft und gerne einen Hadith, in dem es um die Spaltung der Umma, also der islamischen Gemeinschaft, geht. Da ich mit solchen, meist jungen Menschen fast täglich zu tun habe und oft ins Gespräch komme, dachte ich eigentlich, dass mich in Bezug auf dieses Thema nichts mehr verwundern könnte. Doch es kam anders. read more…

Religionslehrerin Sule blickt zurück: Ramadan im Schulalltag

In diesem Beitrag möchte ich den Fokus auf meine Eindrücke über die vielfältigen Haltungen der SchülerInnen bzw. StudentInnen hinsichtlich des islamischen Fastenmonats setzen. Die islamische Fastenzeit, die nach dem Mondjahr berechnet wird und dem Sonnenjahr angepasst wird, rückt jährlich um ca. 11 Tage zurück, was auch bedeutet, dass die Fastenzeit lange Zeit den Schulalltag nicht verlassen wird. Ihre Aktualität wird sie deshalb bewahren, da auch besonders heuer und auch in den nächsten Jahren aufgrund der Sommerzeit das Fasten sehr spät abends gebrochen wird. Vom Schulamt der Islamischen Glaubensgemeinschaft wurde ein Infoblatt über die Fastenzeit an die Schulen ausgeschickt. Als hilfreich für die Lehrenden im Schulalltag lassen sich die häufig gestellten Fragen mit Antwortoptionen beantworten. Denn Lehrkräfte werden mit dieser Thematik aufgrund der starken Präsenz der muslimischen SchülerInnen konfrontiert und brauchen eine Orientierung, in der sich auch eine Kooperation mit den islamischen ReligionslehrerInnen als eine Notwendigkeit herauskristallisiert.

Ich betreue muslimische SchülerInnen ab der fünften Schulstufe bis zu Erwachsenengruppen in Berufsbildenden Höheren Schulen. Eine Schülerin aus der fünften Klasse Schulstufe fragte mich in der Pause, ob es eine Sünde sein könnte, zu fasten, obwohl man körperlich zu schwach ist. Ich fragte sie, was sie damit meinte. Sie erzählte, dass ihr Mitschüler fastet, obwohl er sehr dünn, körperlich schwach ist und es ihm dabei schlecht geht. read more…

ROUND TABLE: Raus aus der Opferrolle

Beim letzten Round Table durfte ich eine spannende Diskussion zwischen Onur, Simone und Mona miterleben. Thematisiert wurde unter anderem die Opferrolle der Muslime, die Unfähigkeit mit Kritik umzugehen, aber auch der Wille zum Dialog und die positiven Aspekte des Miteinanders.

Gemeinsames Fastenbrechen (Iftar)

Während des Ramadans kommen Menschen zusammen, um gemeinsam das Fasten zu brechen. Auch in Wiens Moscheen wird regelmäßig zu Sonnenuntergang gemeinsam gegessen und getrunken. Hier einige Highlights des Fastenbrechens in der Moschee Et-Taqwa in Wien Donaustadt zu sehen.

Warum ich mir den Tod wünsche

Oft habe ich mich gefragt, wie mein Leben eines Tages enden wird. Was danach folgen wird. Warum wir überhaupt sterben müssen. Oft überkommt mich die Angst. Wovor eigentlich, wenn im Koran von einem ewigen paradiesischen Leben gesprochen wird, das ich mir durch mein islamisches Tun und Handeln im Diesseits verdienen könnte. Ich habe beschlossen, mich meiner Angst zu stellen und dem Tod ein freundliches Hallo auszurichten. read more…

TEASER: Islam and Politics

“Why die? Come to Austria.”

Im Mai 2016 fand die Konferenz Islam and Politics – Illusion of an Islamic State in den Räumlichkeiten der Uni Wien statt. Wir führten Interviews mit einigen TeilnehmerInnen, darunter auch der kanadische Schriftsteller, Reporter und säkulare Muslim Tarek Fatah. Vorab ein kurzer Ausschnitt aus seinem Interview. Mehr Gespräche folgen in Kürze.

 

Hindert der Islam den Fortschritt?

Wann hat der Islam aufgehört, Fortschritte im Bereich der Bildung und Wissenschaft zu machen? Sind es nicht die Menschen, die den Fortschritt hindern, weil sie in bestimmten Gegenden der Welt unter repressiven Herrschaftssystemen leben und keine Möglichkeit für wissenschaftlichen Fortschritt haben?
Ahmed Zewail, ägyptischer Nobelpreisträger, macht die Muslime verantwortlich für diesen Rückschritt. Sie hätten in den letzten fünfzig Jahren nicht die Gelegenheit genutzt, die Bildung zu verbessern und eine funktionsfähige Regierung zu bilden.
Hierzu ein kurzer Beitrag aus planet wissen:
http://www.planet-wissen.de/video-hindert-der-islam-den-fortschritt-102.html

 

“Wie steht Gott zu den Christen?”

In diesem  Beitrag erlaube ich mir als Fortsetzung zu meinem letzten Artikel Der Islamische Religionsunterricht – Wenn junge Heranwachsende zu Theologen werden die LeserInnen in  zwei  Unterrichtseinheiten zu begleiten, um ansatzweise auf die Herausforderungen und Chancen des Islamischen Religionsunterrichtes hinweisen zu können.

Sule Dursun promovierte im Fachgebiet Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!

In einer meiner Unterrichtseinheiten in der achten Schulstufe versuchten wir mit meinen SchülerInnen die erste Sure des Korans Fatiha (übersetzt die Eröffnende) zu verstehen, in dem eine Zwiesprache von Gott und Gläubigen ausgeführt wird, die die zentralen Glaubensinhalte des Islams beinhalten.  Ähnlich wie im  “Vater Unser“-Gebet im Neuen Testament beruht auch die Fatiha auf die Verehrung Gottes als Bittgebet der Gläubigen und wird von den MuslimInnen vor allem im rituellen Gebet am häufigsten auf Arabisch rezitiert. read more…

Vom Playboy zum Prayboy

So unglaubliche Persönlichkeitsstörungen bekommt man nur zu Ramadan zu sehen. Da ist man ein Tag davor noch am Feiern  und steht morgen früh auf, um ja das Morgengebet nicht zu verpassen. Das ganze Jahr über nimmt man die übelsten Schimpfwörter in den Mund und jetzt zuckt man schon beim kleinsten fi** dich. Vorgestern noch Mädels aufreißen und heute die Augen nicht vom Koran lassen.This is Ramadan, liebe Leute!

 

Diese before and after Geschichte

Unglaublich, wie sehr sich Menschen während des Ramadans verändern. Aber nur während des Ramadans. Denn sobald der Fastenmonat losgeht,  ändern sich so ganz plötzlich die Sichtweisen. Es wird  fünfmal am Tag gebetet, die Augen schön nach unten gesenkt, wenn eine hübsche Dame vorbeigeht. Vielleicht lässt man sich dann noch einen Bart wachsen. Dabei hatten sie erst gestern noch im Club die Sau rausgelassen. Okay, dann versuchen sie jetzt eben „bessere“ Moslems zu werden. Alles schön und gut. Aber was richtig nervt, ist der Typ, der sich dann als inoffizieller Kommissar der Ramadanpolizei betrachtet. Und dann den ganzen Monat lang so handelt, als sei er wirklich einer. read more…

Gratis Essen im Ramadan

Die typischen Fragen kennt jeder Fastende: Warum fastest du? Nicht mal trinken? Den ganzen Tag?
Hier etwas zum lachen:

 

Eine starke Rede zu Ehren von Mohammad Ali

Die Trauerfeier für Mohammad Ali in seiner Geburtsstadt Louisville in Kentucky vereinte Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen, Familienangehörige sowie namhafte Staatsoberhäupter. Neben anderen Rednern hielt der Rabbiner Michael Lerner eine Rede in Gedenken an Mohammads Leben.
Lerner nutzte die Gelegenheit, um auch gesellschafts-politische Probleme anzusprechen. So sprach er sich beispielsweise gegen die immer noch existierende Unterdrückung von Schwarzen in den USA aus, die fälschliche Schuldzuweisung an Muslimen für die Taten einer Terrorgruppe, die Ungleichheiten zwischen Arm und Reich, das Töten von Unschuldigen überall auf der Welt.

“Friede sei mit Mohammad Ali, Friede sei mit Prophet Mohammad , Friede sei mit der ganzen Menschheit udn Friede sei mit uns.”

 

Ethik – ein alternativer Religionsunterricht?

Eine neutrale Präsentation Ethik gibt es nicht. Der (konfessionelle) Religionsunterricht bringt eine bestimmte Sicht der Dinge, der ich zustimmen kann oder von der ich mich distanzieren kann. Die Entscheidung für oder dagegen benötigt eine Innensicht der Dinge. Erst wenn ich urteilsfähig bin, bin ich auch wirklich handlungsfähig. Nur “neutrale Fakten” versuchen zu nennen (die gibt es nicht) greift einfach zu kurz.
Dieser Zeitungsartikel sagt es sehr schön: der Mensch ist zur Moral geboren, aber es ist nicht festgelegt zur welchen: Moral und Ethik sind kulturabhängig geformt und im jeweiligen gesellschaftlichen Gedächtnis abgespeichert. read more…

FALSCHER STOLZ

Ich bin gebürtige Ägypterin und lebe jetzt seit knapp acht Jahren in Österreich. Das Land ist quasi meine zweite Heimat geworden. Ich bin gerne hier und oft denke ich zurück, an mein Ursprungsland. Und daran, was für gute und schlechte Dinge es dort gibt.  Aber dabei bleibt es nicht.

Ich schreibe darüber und lasse die Öffentlichkeit daran Teil haben. Meine Ziele sind nicht etwa, mein Land schlecht darzustellen. Ich möchte einfach nur die Wahrheit sagen, ohne angegriffen zu werden. Was mir leider nicht immer gelingt.

 

Bleib doch loyal!

Es ist schwer, als Redakteurin seinem Land immer beizustehen. Manchmal gibt es Dinge, die gehören einfach an die Öffentlichkeit. Ganz egal, wie welche Leute darüber denken würden. Es ist Tatsache und gehört laut gesagt. Was das mit Loyalität zu tun hat? Wenig. Denn ich bin sehr wohl loyal gegenüber meinem Heimatland. Aber wenn ich sehe, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut lebt, dann schreibe ich darüber. Und erwähne sehr wohl, dass das in Ägypten ist. Denn stolz bin ich nicht drauf. read more…

Ramadan – Fasten in der Schule

Es ist für eine SchülerIn nicht zumutbar von 2 :00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr zu fasten, noch dazu um Mitternacht gegen 2:00 Uhr die Suhur-Mahlzeit einzunehmen, um dann aber um 4:00 Uhr fröhlich und munter das Frühgebet zu verrichten. Wenn man mit einem einfachen Menschenverstand im Sinne des Korans weiterdenkt, kann man leicht erkennen, dass der Koran unser Leiden nicht will, sondern Gottesgedenken mit Bewusstsein. Das ist auch der Grund, warum die Kranken, Reisenden, Kinder usw. nicht fasten müssen. Der Koran berücksichtigt die menschlichen Bedürfnisse nicht nur im Kontext der Offenbarung, sondern überall dort, wo der Koran gelesen wird.

Ramadan ist für Muslime ein besonderer Monat, in welchem nach der islamischen Lehre die Tore des Paradieses geöffnet werden und das Böse verhindert wird. Er ist auch der Monat, in dem der Koran geoffenbart wurde. Diese Nacht der Offenbarung, Lailat-ul Qadr, wird im Koran ganz besonders hervorgehoben, da in dieser Nacht die Engel auf die Erde kommen und bis zur Morgendämmerung verweilen bevor sie in die geistigen Sphären zurückkehren, um dem Ruf des Rufenden zu folgen. read more…

Ramadan ist mehr als fasten!

Ready for Ramadan?
Der Militär-Imam Mag. Hfz. Abdulmedzid Sijamhodzic erklärt kurz vor dem Ramadan, welche Bedeutung der heilige Monat für Muslime weltweit hat. Allgemeine Infos und wertvolle Ratschläge für jeden fastenden Muslim:

Österreich a la Égypte

Meine Oma sagte mir, Mädchen ziehen Kleider an.

Meine Mutter sagt mir, Mädchen spielen nicht im Schlamm.

So heißt es in einem ägyptischen Song , der mich zum nachdenken brachte…

Hier der Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=980Tgj8TbBE

 

Ägypten 2016: Komm nicht zu spät, sonst sieht dich der Hausmeister und dann wirst du wohl nie heiraten.

Ergibt für manche wenig Sinn, ist aber Wirklichkeit in Ägypten. Denn dort spielen für viele die Mitmenschen immer noch eine große Rolle. „Was wird wohl die Tante vom Onkel ihr Cousin des Nachbarn sagen, wenn du so spät dran bist?“ Es ist wichtig, was die Leute sagen. Vielmehr ist es wichtig, wie du dich zu benehmen hast, damit sie eben nichts sagen können. Vor allem Mädchen müssen aufpassen, denn die brauchen ja einen guten Ruf, damit sie heiraten können, heißt es.
Das sind aber Kulturspezifika, denen ich nicht ganz zustimmen kann. Aber dazu später in einem anderen Blog.

Denn darum geht es hier gar nicht. Es geht eher um das Leben in Wien, als jenes in Kairo.  read more…

Der Islamische Religionsunterricht- Wenn junge Heranwachsende zu Theologen werden

Sule Dursun studierte islamische Religionspädagogik an der IRPA und unterrichtet seit bereits 6 Jahren islamische Religion an Höheren und Berufsbildenden Höheren Schulen. 

Der islamische Religionsunterricht wird von der Islamischen Glaubensgemeinschaft verwaltet, was auch bedeutet, dass die vermittelten Inhalte der islamischen ReligionslehrerInnen von den zuständigen Inspektoren kontrolliert werden. Prinzipiell ist die Schulleitung eher für den organisatorischen Rahmen zuständig. Für schulexterne oder interessierte Personen sind die Lehrpläne für den Islamischen Religionsunterricht online zugänglich. Allerdings wird meines Erachtens weder durch den Lehrplan, noch durch die islamischen Religionsbücher, die in den Schulen verwendet werden und nicht nach Schulstufen gegliedert sind, eine praxisnahe Veranschaulichung möglich gemacht.

Aus diesem Grund entsteht ein großes Interesse daran, welche Inhalte im Islamischen Religionsunterricht behandelt werden. Dieser Artikel zielt darauf ab, den geschlossenen Raum im Islamischen Religionsunterricht den Lesern zu öffnen und bekannt zu machen. In diesem engen Rahmen möchte ich über eine Unterrichtssequenz schreiben, die ich im Religionsunterricht als enge Bezugsperson miterleben durfte. Konkret geht es um Fragestellungen  und theologische Stellungnahmen meiner SchülerInnen. read more…

Social Experiment – Wie frei denkt Wien?

ROUND TABLE im Überblick

Azra bibert. Hier entlang…

 

CEAI macht Musik. Dort drüben…

Citizenship ist die Begegnung von Menschen mit den Strukturen und Gesetzen eines Staates. Wenn Religion und Migration dabei eine Rolle spielt, braucht es im besondern Maß auch Auseinandersetzung. Es ist eine spannende Begegnung. Im Idealfall Dialog. Demokratie versus Islam. Ein Widerspruch? Viele Fragen. Die Gesellschaft antwortet.

Was ist der Islam für dich? Hoffnung, Stütze, Familie. Hier sehen Sie eine Umfrage unter Jugendlichen, was Islam für sie bedeutet. Dadurch lernen wir, was Islam ist.

Islam und Schule. Auseinandersetzung. Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben? Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt. lut028 Frauen über Frauen. Wer ist die Frau im Islam? Woher kommen die Vorurteile über die vermeintlich unmündige Muslima? Welche Rechte hat sie? Fünf junge Frauen über die Frau im Islam.





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